Der Umgang mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist in KMU häufig mangelhaft, da die Arbeitskräfte dort einem höheren Risiko von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen ausgesetzt sind. Das Thema stellt in nationalen Strategien für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, im Strategischen Rahmen der Europäischen Kommission und im Kontext der Europäischen Säule sozialer Rechte eine Priorität dar.

Mit dem breit angelegten Projekt „Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Kleinst- und Kleinunternehmen“ (2014-2018) der EU-OSHA wurde das Ziel verfolgt, entscheidende Erfolgsfaktoren in Bezug auf politische Maßnahmen, Strategien und praktische Lösungen zu ermitteln, um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in europäischen KMU zu verbessern.

Was sagen uns die Forschungsergebnisse zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in KKU?

Die erste Phase des Projekts offenbarte das Ausmaß der Herausforderungen, mit denen KKU in ganz Europa in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit konfrontiert sind, und zeigte einige der Faktoren auf, die zu einem mangelhaften Umgang mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in diesen Unternehmen beitragen. Die Literaturauswertung Zusammenhänge und Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in kleinen und Kleinstunternehmen in der EU weist auf einen „allgemeinen und vielfältigen Mangel an Ressourcen“ hin, wodurch ein beträchtlicher Anteil von KKU Unternehmensstrategien „mit niedrigen Standards“ verfolgt. Die wesentlichen Merkmale dieser Unternehmen sind eine schwache wirtschaftliche Position, Sorgen um die wirtschaftliche Existenz, ein Mangel an Investitionen in Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, mangelndes Wissen, ein geringes Bewusstsein und begrenzte Kompetenz seitens der geschäftsführenden Inhaber sowie Einstellungen und Prioritäten, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz nicht begünstigen.

Die Arbeitsplatz-Perspektive

Die Einstellungen und Praktiken in KKU in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wurden anhand von 360 eingehenden Interviews mit Arbeitnehmern und geschäftsführenden Inhabern untersucht. Zu den nicht selten beobachteten Einstellungen zählten ein stark reaktiver Ansatz hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, die Auffassung, dass „gesunder Menschenverstand“ eine ausreichende Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahme am Arbeitsplatz darstellt, und die Überzeugung, dass Risiken „Teil des Jobs“ sind. Es wurden aber auch Beispiele für gute praktische Lösungen gefunden.

Lesen Sie den Bericht Sicherheit und Gesundheitsschutz in Kleinst- und Kleinunternehmen in der EU: Aus der Arbeitsplatz-Perspektive.

Gibt es gute praktische Lösungen, auf die wir bauen können?

Es gibt eine Vielzahl von Beispielen aus ganz Europa für erfolgreiche politische Maßnahmen, Strategien und Tools für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in KKU. Über 40 solcher Interventionen werden eingehend in folgendem Bericht beschrieben: Sicherheit und Gesundheitsschutz in Kleinst- und Kleinunternehmen in der EU: Von der Politik zur Praxis – Beschreibung von Beispielen bewährter Verfahrensweisen.

Die Beispiele bewährter Verfahrensweisen wurden näher untersucht, um festzustellen, „was funktioniert, für wen und unter welchen Umständen“, einschließlich ihres weitreichenden Potenzials für positive Auswirkungen und Übertragbarkeit.

Lesen Sie den Bericht Von der Politik zur Praxis: Politische Strategien, Konzepte, Programme und Maßnahmen zur Förderung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Kleinst- und Kleinunternehmen, in dem auch die Erfahrungen von Intermediären im Bereich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, die mit KKU zusammenarbeiten, beleuchtet werden.

Wie können wir sicherstellen, dass politische Maßnahmen und Interventionen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit KKU erreichen?

Das Gesamtergebnis des Projekts wurde analysiert, damit evidenzbasierte Empfehlungen für die Entwicklung wirksamerer politischer Programme und Interventionen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in KKU bereitgestellt werden können: Sicherheit und Gesundheitsschutz in Kleinst- und Kleinunternehmen in der EU: Abschlussbericht des dreijährigen SESAME-Projekts. Diesem Abschlussbericht zufolge ist es wichtig:

  • alle wesentlichen Regulierungsakteure einzubeziehen;
  • regulatorische Kontrollen zu verstärken;
  • nachhaltige, leicht anwendbare und übertragbare Lösungen anzubieten;
  • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz besser in sektorspezifische Bildungssysteme zu integrieren;
  • Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände in die Entwicklung politischer Maßnahmen, mit denen KKU erreicht werden können, einzubeziehen;
  • Lieferketten besser zu arrangieren.

Die EU-OSHA unterstützt KKU bei der Bewertung ihrer Arbeitsplatzrisiken

Eine angemessene Gefährdungsbeurteilung ist Grundvoraussetzung für gesunde Arbeitsplätze. Die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen kann jedoch mit einigen Herausforderungen verbunden sein, insbesondere für KKU, die unter Umständen nicht über die Ressourcen oder das Fachwissen verfügen, um eine solche Beurteilung wirksam durchführen zu können.

Die Plattform OiRA (Online interactive Risk Assessment) der EU-OSHA hat die Überwindung dieser Herausforderungen zum Ziel. OiRA ist die erste Initiative auf EU-Ebene, die KKU (hauptsächlich über die Mitgliedstaaten und Sozialpartner auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten) dazu anregen soll, eine Bewertung ihrer Risiken vorzunehmen.

Für weitere Informationen über die Bewertung von Arbeitsrisiken in KKU siehe diesen OSHwiki-Artikel.

Wir setzen unsere Vision um, indem wir:

  • Bereitstellung von Fakten und Wissen über aktuelle, neue und aufkommende Risiken in Bezug auf ihre Auswirkungen auf Sicherheit und Gesundheit sowie deren Prävention, um die Politikgestaltung und Forschung zu unterstützen.
  • Förderung und Erleichterung der Entwicklung von Instrumenten und Ressourcen, um die Netzwerke und Partner der Agentur in die Lage zu versetzen, die Prävention von Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu verbessern.
  • Förderung von Sensibilisierungs- und Vernetzungsmaßnahmen, damit die Agentur und ihre Interessenträger eine positive Risikopräventionskultur am Arbeitsplatz fördern können.

Unsere Hauptaktivitäten

  • Die Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze — unsere auf zwei Jahre angelegten Kampagnen schärfen europaweit das Bewusstsein für Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Das Projekt der interaktiven Online-Gefährdungsbeurteilung (OiRA) — wir stellen kleinen und mittleren Unternehmen Online-Tools zur Gefährdungsbeurteilung zur Verfügung, mit denen diese Gefahren am Arbeitsplatz selbst beurteilen und managen können
  • Die ESENER-Erhebung — diese umfangreiche Erhebung bietet eine Momentaufnahme zur Frage, wie mit Gefahren für die Sicherheit und die Gesundheit an europäischen Arbeitsplätzen umgegangen wird
  • OSHwiki — eine auf Zusammenarbeit basierende Online-Enzyklopädie mit genauen und verlässlichen Information über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Projekte zur Vorausschau — wir weisen auf neue und aufkommende Gefahren im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit hin und untersuchen sie durch spezielle Projekte zur Vorausschau
  • Übersichten zum Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit — wir stellen Übersichten zu spezifischen Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit bereit und ermitteln Prioritäten
  • NAPO-Filme  — eine Reihe von unterhaltsamen, sprachfreien Kurzfilmen über wichtige Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

02/10/2014

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Tatsächlich waren Umfragen zufolge 2015 etwa 17% der Arbeitnehmer in der EU während mindestens einem Viertel ihrer Arbeitszeit chemischen Produkten oder Stoffen ausgesetzt – ein Anteil, der sich seit 2000 praktisch nicht verändert hat –, und 15 % atmeten bei der Arbeit Rauch, Abgase, Pulver oder Stäube ein. In der zweiten Auflage der von der EU-OSHA durchgeführten Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER-2) gaben 38 % der Unternehmen an, dass an ihren Arbeitsplätzen chemische oder biologische Stoffe in Form von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Stäuben vorkommen.

Einige hochgefährliche Stoffe wie Asbest oder polychlorierte Biphenyle (PCB) sind mittlerweile verboten oder unterliegen strikten Kontrollen. Die Verwendung anderer potenziell schädlicher Stoffe ist jedoch immer noch weitverbreitet, auch wenn es Rechtsvorschriften gibt, die sicherstellen, dass die mit derartigen Stoffen verbundenen Risiken so gering wie möglich gehalten werden.

Gesundheitliche Risiken

Die Arbeit mit Gefahrstoffen kann ganz unterschiedliche gesundheitliche Probleme hervorrufen, von leichten Augen- und Hautreizungen bis hin zu schwerwiegenden Folgen wie Geburtsfehlern und Krebserkrankungen. Die Auswirkungen können akut oder langfristig auftreten, und bei einigen Stoffen kann sich die Wirkung potenzieren. Die folgenden Gefahren sind am weitesten verbreitet:

Einige gefährliche Stoffe bergen Sicherheitsrisiken wie Brand-, Explosions- oder Erstickungsgefahr. Außerdem verfügen gefährliche Stoffe in der Regel über mehrere dieser Eigenschaften.

Biologische Arbeitsstoffe

Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten sind in vielen Branchen anzutreffen. Sie sind in der Regel unsichtbar, d. h. die von ihnen ausgehenden Risiken werden u. U. nicht einkalkuliert.

Arbeitnehmer in einigen Branchen sind insbesondere durch die Exposition gegenüber schädlichen biologischen Arbeitsstoffen gefährdet: Gesundheitswesen, Landwirtschaft, tierärztliche Dienstleistungen, Reinigung und Instandhaltung, Abwasser- und Abfallwirtschaft, Gartenbau und Laborarbeit.

Weitere Informationen:

Neue und ansteigende Risiken

Neue Technologien, expandierende Wirtschaftszweige und sich verändernde Formen der Arbeitsorganisation können zu einer größeren Gefährdung durch biologische oder chemische Arbeitsstoffe führen. So können etwa in der Umweltbranche innovative Technologien nur unzureichend bekannte Risiken bergen. Ein anderes Beispiel sind Dienstleistungsberufe wie häusliche Pflege und Abfallwirtschaft, in denen immer mehr Arbeitnehmer gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind – die Exposition ist unterschiedlich stark, aber die damit verbundenen Gefahren sind kaum bekannt. Mehr denn je ist es unerlässlich, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer die potenziellen Risiken verstehen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Erfahren Sie mehr über Neu auftretende Risiken, „grüne Arbeitsplätze“ und Nanomaterialien.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit aufkommenden Risiken:

Präventivmaßnahmen und Umgang mit gefährlichen Stoffen

Um Arbeitnehmer vor Gefahrstoffen zu schützen, muss zunächst eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Anschließend sind Maßnahmen zu ergreifen, um die ermittelten Risiken zu beseitigen oder weitgehend zu reduzieren. Schließlich sollte eine regelmäßige Überwachung angestrebt und die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen überprüft werden.

Die Mitgliedstaaten wie auch die EU-OSHA haben eine Reihe von Modellen erarbeitet, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen. Das e-Tool Gefährliche Stoffe (nur in englishcer Sprache) bietet Arbeitgebern die Unterstützung und Beratung, die sie für einen wirksamen Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz benötigen. Eine Datenbank mit Tools und Leitfäden für die Praxis beinhaltet praktische Maßnahmen für Arbeitsplätze, wie etwa Empfehlungen für Gefährdungsbeurteilungen und für die Vermeidung und den Ersatz von Gefahrstoffen, Fallstudien und verschiedene Instrumente.

Lesen Sie mehr auf der OSHwiki-Seite über Risikomanagement-Tools für gefährliche Stoffe (nur in englischer Sprache). 

Arbeitgeber müssen außerdem gefährdete Gruppen berücksichtigen, beispielsweise junge Arbeitnehmer sowie schwangere oder stillende Arbeitnehmerinnen, denen bereits per Gesetz besonderer Schutz zukommt. Andere Arbeitnehmergruppen, beispielsweise Migranten, ungelernte oder unerfahrene Mitarbeiter sowie Auftragnehmer, wie etwa Reinigungskräfte, müssen ebenfalls berücksichtigt werden und benötigen auf ihren Bedarf zugeschnittene Präventionsmaßnahmen.

Hierarchie der Präventionsmaßnahmen

Die europäische Gesetzgebung zum Schutz von Arbeitnehmern sieht eine Maßnahmenhierarchie vor, die von Arbeitgebern eingehalten werden muss, um die Risiken, die für Arbeitnehmer von Gefahrstoffen ausgehen , effektiv zu veringern.

  • Vermeidung und Ersatz dieser Gefahrstoffe stehen bei dieser Maßnahmenhierarchie ganz oben. Soweit möglich ist die Verwendung von Gefahrstoffen zu vermeiden, indem der Prozess oder das Erzeugnis, in dem der Stoff zum Einsatz kommt, geändert wird.
  • Wenn eine Vermeidung nicht möglich ist, sollte der Gefahrstoff durch einen ungefährlichen oder weniger gefährlichen Stoff ersetzt werden.
  • Kann ein Stoff oder Verfahren nicht vermieden oder ersetzt werden, kann der Kontakt durch technische oder organisatorische Lösungen vermieden oder verringert werden. Dazu gehören beispielsweise die Emissionskontrolle an der Quelle (geschlossene Systeme oder lokale Absaugungen) oder die Verringerung der Anzahl der gegenüber dem Gefahrstoff exponierten Arbeitnehmer und die Minimierung der Exposition gegenüber dem Stoff.
  • Die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung wird gesetzlich als letztes Mittel für Fälle erachtet, bei denen eine Exposition gegenüber Gefahrstoffen nicht angemessen mit anderen Mitteln gesteuert werden kann.

Weiterführende Informationen:

Gute Kommunikation

Zur Gewährleistung ihrer Sicherheit sollten Arbeitnehmer kontinuierlich informiert werden über

  • die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung ihres Arbeitgebers;
  • die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, sowie mögliche Auswirkungen;
  • von ihnen selbst zu ergreifende Maßnahmen zur Gewährleistung der eigenen Sicherheit sowie der Sicherheit anderer Personen;
  • Möglichkeiten, um zu prüfen und zu erkennen, in welchen Bereichen Probleme auftreten;
  • die Ansprechpartner, denen Probleme zu melden sind;
  • die Ergebnisse vorgenommener Expositions- oder Gesundheitsüberwachungen;
  • bei Wartungsarbeiten zu ergreifende Präventivmaßnahmen;
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen und Notfallverfahren.

E-fact 75 Dangerous substances and successful workplace communication (nur in englischer Sprache)

Arbeitsplatzgrenzwerte

Für eine Reihe von Gefahrstoffen haben die EU und ihre Mitgliedstaaten Grenzwerte für die Exposition am Arbeitsplatz (Occupational Exposure Limits, OEL) festgelegt, die eingehalten werden müssen.
In den europäischen Richtlinien über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind ebenfalls verbindliche (also unbedingt einzuhaltende) und als Richtwerte (für die einzuhaltenden Grenzen) gedachte OEL-Werte für Gefahrstoffe festgelegt. OEL für Gefahrstoffe sind wichtige Informationen für die Bewertung von und den Umgang mit Risiken. Die meisten EU-Mitgliedstaaten legen ihre eigenen nationalen OEL fest und tun dies in der Regel für mehr Stoffe, als in den EU-Richtlinien aufgeführt. OEL wurden bislang jedoch nur für eine begrenzte Anzahl der Stoffe festgelegt, die derzeit am Arbeitsplatz verwendet werden.

Karzinogene

Viele gefährliche Stoffe, denen die Arbeitnehmer ausgesetzt sein können, sind als Karzinogene eingestuft. Einige entstehen durch die Arbeitsverfahren selbst.

In der EU gelten besondere Vorschriften, um die Arbeitnehmer zu schützen. Gemäß der Richtlinie über Karzinogene müssen Arbeitgeber die Exposition gegenüber Karzinogenen oder Mutagenen bewerten und sie vermeiden oder möglichst gering halten. Zusätzlich zur Umsetzung der Hierarchie der Präventionsmaßnahmen müssen sie folgende Schritte unternehmen:

  • Sie müssen ein Karzinogen oder Mutagen, soweit es technisch möglich ist, durch einen Stoff, ein Gemisch oder ein Verfahren ersetzen, der bzw. das nicht oder weniger gefährlich ist.
  • Ist dies nicht möglich, sorgen sie dafür, dass seine Herstellung und Verwendung, soweit technisch möglich, in einem geschlossenen System stattfinden.
  • Ist die Anwendung eines geschlossenen Systems technisch nicht möglich, so verringern die Arbeitgeber die Exposition auf das geringste technisch mögliche Niveau und begrenzen die Mengen und die Zahl der Arbeitnehmer, die exponiert werden, auf das geringstmögliche Maß.

Ferner müssen sie

  • die Gefahrenbereiche abgrenzen und geeignete Warn- und Sicherheitszeichen anbringen;
  • die Arbeitsverfahren mit dem Ziel gestalten, die Freisetzung der Stoffe möglichst gering zu halten;
  • Karzinogene oder Mutagene an der Quelle abführen, dabei jedoch die Umwelt schützen;
  • geeignete Messverfahren anwenden (insbesondere zur frühzeitigen Ermittlung anormaler Expositionen infolge eines unvorhersehbaren Ereignisses oder eines Unfalls);
  • individuelle Schutzmaßnahmen anwenden, wenn kollektive Schutzmaßnahmen nicht ausreichend sind;
  • Hygienemaßnahme vorsehen (regelmäßige Reinigung);
  • Vorkehrungen für Notfälle treffen;
  • hermetisch verschließbare und klar, eindeutig und sichtbar gekennzeichnete Behälter bei der Lagerung, Handhabung, Beförderung und Beseitigung des Abfalls verwenden.

Außerdem müssen sie besondere Auflagen zur Information von Arbeitnehmern und Behörden erfüllen und Unterlagen über exponierte Arbeitnehmer, Messungen und Ergebnisse der Gesundheitsüberwachung führen.

OSHwiki-Artikel: Asbest, Alveolengängiges kristallines Siliziumdioxid (in englischer Sprache)

Besuchen Sie die Website-Rubrik über berufsbedingte Krebserkrankungen

Erfahren Sie mehr über den Fahrplan zu Karzinogenen.

Rechtliche Schutzmaßnahmen

Alle am Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz Beteiligten müssen den Rechtsrahmen für gefährliche Stoffe in der EU kennen.

Mit den Rechtsvorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz sollen die Arbeitnehmer vor Sicherheits- und Gesundheitsrisiken allgemein und vor Gefahrstoffen am Arbeitsplatz geschützt werden (z. B. mit der Richtlinie über chemische Arbeitsstoffe, der Richtlinie über Karzinogene und den Richtlinien über Grenzwerte). Dementsprechend müssen Arbeitgeber Beurteilungen aller Gefahren für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, einschließlich der von Gefahrstoffen ausgehenden Gefahren, durchführen und die geeigneten Schutz- und Präventivmaßnahmen ergreifen. Auf der hier verlinkten Seite finden Sie einen Überblick über die maßgeblichen EU-Rechtsvorschriften.

Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass Risiken an der Quelle angegangen werden und dass Kollektivmaßnahmen, also Maßnahmen, die eine Gruppe von Arbeitnehmern systematisch schützen, oberste Priorität genießen.

Die REACH-Vorschriften und die CLP-Verordnung verlangen von den Herstellern und Lieferanten von Chemikalien, dafür zu sorgen, dass standardisierte Warnhinweise, Gefahrenpiktogramme und Sicherheitsdatenblätter bereitgestellt werden. Sie enthalten Angaben zu den Eigenschaften von Stoffen und den von ihnen ausgehenden Gefahren sowie Hinweise für Lagerung, Handhabung und Risikoprävention. Andere Verordnungen und Leitfäden befassen sich mit spezifischen Aspekten wie Herstellung, Lieferung, Beförderung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe, und häufig sind sie für den Arbeitsplatz ebenfalls von Belang.

Die EU-Vorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit werden in nationales Recht umgesetzt, die Mitgliedstaaten haben jedoch auch die Möglichkeit, weitere oder strengere Bestimmungen zum Schutz der Arbeitnehmer vorzugeben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Unternehmen sich mit den jeweiligen Rechtsvorschriften im betreffenden Land vertraut machen

Erfahren Sie mehr über

Seit Ende der 1990er Jahre sind die Erhöhung des Beschäftigungsniveaus und die Verlängerung des Erwerbslebens der Menschen wichtige Ziele der nationalen und europäischen Politik. Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen in der EU-27 ist von 40,5 % im Jahr 2005 auf 58,5 % im Jahr 2018 gestiegen. Damit liegt sie nach wie vor deutlich unter der Beschäftigungsquote der 20- bis 64-Jährigen, die 2018 bei 72,6 % lag.

Das Datenvisualisierungstool OSH-Barometer bietet einige Schlüsseldaten zu älteren Beschäftigten und der Erwerbsbevölkerung: Medianalter, Beschäftigungsquote verschiedener Altersgruppen, insgesamt und nach Geschlecht aufgeschlüsselt.

Normale altersbedingte Veränderungen können sowohl positiv als auch negativ sein

Viele Eigenschaften, wie Weisheit, strategisches Denken, ganzheitliche Wahrnehmung und die Fähigkeit zur Reflexion, nehmen mit zunehmendem Alter zu oder entstehen dann erst. Arbeitserfahrung und Fachwissen werden ebenfalls mit steigendem Alter größer.

Doch einige funktionelle, vor allem körperliche oder sensorische Fähigkeiten, lassen infolge des natürlichen Alterungsprozesses nach. Mögliche Veränderungen der funktionellen Fähigkeiten sind bei der Gefährdungsbeurteilung (siehe unten) zu berücksichtigen. Die Arbeit und die Arbeitsumgebung sind entsprechend zu verändern, um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen.

Altersbedingte Veränderungen der funktionellen Fähigkeit sind aufgrund individueller Unterschiede in Bezug auf Lebensstil, Ernährung, Fitness, genetische Veranlagung für Erkrankungen, Bildungsniveau und Arbeits- und andere Umgebungen nicht einheitlich.

Ältere Arbeitnehmer sind keine homogene Gruppe; erhebliche Unterschiede zwischen gleich alten Personen sind durchaus möglich.

Alterung und Arbeit

Der altersbedingte Abbau betrifft vor allem körperliche und sensorische Fähigkeiten, die für schwere körperliche Arbeit von wesentlicher Bedeutung sind. Der Wandel von einer mineralgewinnenden und verarbeitenden Industrie zu einer dienstleistungs- und wissensbasierten Industrie sowie die verstärkte Automatisierung und Mechanisierung von Arbeitsabläufen und der zunehmende Einsatz von Geräten und Maschinen haben die Notwendigkeit für schwere körperliche Arbeit reduziert.

In diesem neuen Kontext werden viele Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mit älteren Menschen in Zusammenhang gebracht werden, wie z. B. eine gute Sozialkompetenz, Kundenorientierung und Qualitätsbewusstsein, zunehmend geschätzt.

Außerdem sind viele altersbedingte Veränderungen in einigen beruflichen Tätigkeiten relevanter als in anderen. So haben Veränderungen des Gleichgewichtssinns Auswirkungen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die unter extremen Bedingungen arbeiten, eine schwere Ausrüstung tragen und Menschen anheben und tragen; eine abnehmende Fähigkeit, Entfernungen und die Geschwindigkeit bewegter Objekte einzuschätzen, hat Auswirkungen auf das Fahren bei Nacht, während dies auf die Tätigkeit von Büroangestellten keinen Einfluss hat.

Altersbezogene Gefährdungsbeurteilung

Alter ist nur ein Aspekt einer vielfältigen Arbeitnehmerschaft. Altersbezogene Gefährdungsbeurteilung bedeutet, dass bei der Gefährdungsbeurteilung altersbedingte Eigenschaften verschiedener Altersgruppen berücksichtigt werden, darunter potenzielle Veränderungen der funktionellen Fähigkeiten und des Gesundheitszustands.

Folgende Gefährdungen betreffen insbesondere ältere Arbeitnehmer:

  • Hohe körperliche Arbeitsbelastung
  • Gefahren im Zusammenhang mit Schichtarbeit
  • Heiße, kalte oder laute Arbeitsumgebungen

Da interindividuelle Unterschiede mit dem Alter zunehmen, sollten Annahmen nicht rein auf Grundlage des Alters erfolgen. In die Gefährdungsbeurteilung sollten Arbeitsanforderungen im Verhältnis zu den Fähigkeiten und dem Gesundheitsstatus der Person einfließen.

Nähere Informationen über die derzeit verfügbaren Instrumente für die interaktive Online-Gefährdungsbeurteilung (OiRA), altersbezogene Gefährdungsbeurteilungen und die Notwendigkeit, alle zu berücksichtigen, finden Sie hier.

Förderung der Arbeitsfähigkeit und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Arbeitsfähigkeit ist das Gleichgewicht zwischen Arbeit und individuellen Ressourcen; wenn Arbeit und individuelle Ressourcen gut aufeinander abgestimmt sind, ist die Arbeitsfähigkeit gut. Folgende Hauptfaktoren haben hierauf Einfluss:

  • Gesundheit und funktionelle Fähigkeiten
  • Bildung und Fachkompetenz
  • Werte, Eigenschaften und Motivation
  • Arbeitsumgebung und Gemeinschaft
  • Inhalt, Anforderungen und Organisation der Arbeit

Arbeitsfähigkeit lässt sich anhand des Arbeitsfähigkeitsindex messen. Das Konzept der Arbeitsfähigkeit legt nahe, dass Maßnahmen am Arbeitsplatz zur Förderung der Arbeitsfähigkeit alle diese Faktoren abdecken sollten.

Der Gesundheitszustand älterer Menschen ist von ihrem Gesundheitsverhalten in früheren Jahren beeinflusst. Der Abbau funktioneller Fähigkeiten kann durch gesunde Lebensgewohnheiten, wie regelmäßige sportliche Betätigung und gesunde Ernährung, verzögert und begrenzt werden. Dem Arbeitsplatz kommt bei der Förderung eines gesunden Lebensstils und der Unterstützung von Maßnahmen zur Verhütung des körperlichen Verfalls und damit der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit eine entscheidende Rolle zu. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz umfasst eine Reihe von Themen, wie Ernährung und Diätetik, Alkoholkonsum, Raucherentwöhnung und ausreichende sportliche Betätigung, Erholung und Schlaf.

Anpassung der Arbeit und der Arbeitsumgebung

Eine gute Arbeitsplatzgestaltung kommt allen Altersgruppen, einschließlich älteren Arbeitnehmern, zugute. Mit der Veränderung der Fähigkeiten muss als Ausgleichsmaßnahme auch die Arbeit verändert werden, z. B. durch:

  • Neugestaltung der Aufgaben oder Arbeitsplatzrotation
  • Häufigere kurze Pausen
  • Bessere Organisation von Schichtarbeit, z. B. schnelle (2-3 Tage) vorwärts rotierende Schichtpläne
  • Gute Beleuchtung und Schalldämmung
  • Gute ergonomische Gestaltung der Geräte

Strategie für eine Rückkehr ins Erwerbsleben

Langzeiterkrankungen können zu psychischen Problemen, sozialer Ausgrenzung und einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt führen. Arbeitnehmern nach einer Erkrankung die Rückkehr zu erleichtern, ist für die Unterstützung der alternden Arbeitnehmerschaft von wesentlicher Bedeutung. Beispiele für in europäischen Ländern ergriffene Initiativen zur Förderung der Rückkehr ins Erwerbsleben sind die Einführung einer „fit note“ (Arbeitsfähigkeitsbescheinigung) anstelle der „sick note“ (Krankmeldung) im Vereinigten Königreich und ein Projekt mit Maßnahmen zur Rückkehr ins Erwerbsleben in Dänemark.

Lesen Sie den Bericht der EU-OSHA zur Rückkehr ins Erwerbsleben und erfahren Sie mehr im dazugehörigen Factsheet.

Die EU-OSHA ist die Agentur der Europäischen Union, die über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit informiert. Mit unserer Arbeit leisten wir einen Beitrag zum Strategischen Rahmen der Europäischen Kommission für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2021-2027 sowie zu anderen relevanten Strategien und Programmen der EU.

In diesem Abschnitt erhalten Sie Auskunft über unsere Hauptaktivitäten und Lenkungsmechanismen. Unser Pressebüro bietet Ihnen die Unterstützung an, die Sie für die Abdeckung von Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit benötigen. Kontaktieren Sie das Pressebüro oder lesen Sie die aktuellen Beiträge. Außerdem erfahren Sie mehr über die nationalen Focal Points, die mit uns zusammenarbeiten, um unsere Ziele zu verwirklichen. Oder haben Sie vielleicht selbst Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns? Ob Sie an einer Ausschreibung teilnehmen oder sich um eine Stelle bewerben möchten: Die benötigten Informationen erhalten Sie von uns in diesem Abschnitt.

 

Zu den wichtigsten Zielen der EU-OSHA gehört die Ermittlung und Bereitstellung zuverlässiger, qualitativ hochwertiger Daten zu diesen neuen und aufkommenden Risiken für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die den Bedürfnissen politischer Entscheidungsträger und Wissenschaftler Rechnung tragen und ihnen ein zeitnahes, effektives Handeln ermöglichen.

Zu diesem Zweck sammelt und untersucht die Europäische Beobachtungsstelle für Risiken der EU-OSHA Daten, die sie aus Forschung und Konsultationen mit Sachverständigen bezieht, die über Tendenzen und zugrunde liegenden Einflussfaktoren auf die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer und Arbeitsplätze Aufschluss geben sollen. Sie erstellt Diskussionspapiere, Berichte, Zusammenfassungen und Bildmaterial, die sich an politische Entscheidungsträger, Sozialpartner, Wissenschaftler und Vermittler im Arbeitsumfeld sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene richten, um sie mit den notwendigen Informationen und Hilfsmitteln zu versorgen, um den erkannten neuen und aufkommenden Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Oberstes Ziel ist dabei, bewusst zu machen, wie Veränderungen aller Art, sowohl technologische, gesellschaftliche, politische als auch wirtschaftliche, die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer in Europa beeinträchtigen können, und die rechtzeitige Vermeidung künftiger Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu fördern, um sichere, gesunde Arbeitsplätze von morgen zu gewährleisten.

Ermittlung aufkommender Risiken

Prognose

Die EU-OSHA hat eine Reihe von Prognoseprojekten durchgeführt, um die möglichen Auswirkungen neuer Technologien, neuer Arbeitsformen und gesellschaftlicher Veränderungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zu untersuchen. Die Projekte zielen darauf ab, nicht nur neu auftretende Risiken sofort zu erkennen, sondern auch Veränderungen vorherzusehen, die sich auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz auswirken könnten.

Die Prognoseprojekte der EU-OSHA bedienen sich ganz unterschiedlicher Methoden, wie zum Beispiel Literaturrecherche, Konsultationen mit Sachkundigen und Szenarienerstellung. Die EU-OSHA organisiert Workshops zur Wissensaneignung, Verbreitung der Ergebnisse und Anregung der Diskussion.

Dieses Arbeitsprogramm soll Informationen für die politische Entscheidungsfindung bereitstellen und helfen, Prioritäten für das Handeln und Forschen zu setzen. Prognosestudien können einen bedeutenden Einfluss auf die Politik haben; beispielsweise können sie es politischen Entscheidungsträgern ermöglichen, innovative Lösungen zu finden, und sie unterstützen einen langfristigen strategischen Ansatz.

Folgende Themen wurden bereits in der Reihe der vorausschauenden Studien behandelt: Kreislaufwirtschaft, IKT/Digitalisierung, grüne Arbeitsplätze und Klimawandel.

Darüber hinaus setzt sich eine Reihe von Veröffentlichungen zur Zukunft der Land- und Forstwirtschaft mit neuen und sich abzeichnenden Chancen und Risiken auseinander. 

Diskussionspapiere von Sachverständigen

Die EU-OSHA veröffentlicht Sachverständigenberichte, um unter Experten für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und politischen Entscheidungsträgern in der gesamten EU die Debatte über die Zukunft der Arbeit und über aufkommende Probleme bei der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz anzuregen. Die Schlussfolgerungen dieser Arbeiten weisen oft auf Bereiche für weiterführende Forschungstätigkeiten oder Maßnahmen hin.

Zu den in der Berichtsserie bereits behandelten Themen gehören Crowdsourcing, Robotik und leistungsverstärkende Arzneimittel, 3D-Druck, Überwachungstechnologien und die E-Handels-Branche.

Alle Diskussionspapiere von Sachverständigen zu aufkommenden Risiken einsehen

Bei den behandelten Themen gibt es häufig neue Entwicklungen. Melden Sie sich darum bei unserem Benachrichtigungsdienst an, wenn Sie stets auf dem Laufenden gehalten werden möchten.

Weitere Informationen zu Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit finden Sie zudem auf OSHwiki.

Im Wettbewerb für gute praktische Lösungen werden Führungskräfte und Arbeitgeber ausgezeichnet, die bei der Zusammenarbeit zur Erzielung guter Ergebnisse im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mit gutem Beispiel vorangehen. Durch Hervorhebung des Nutzens hilft der Wettbewerb mehr Unternehmen dabei zu erkennen, dass gute Ergebnisse im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ein wesentlicher Teil des Geschäfts sind. Willkommen sind Beiträge aller europäischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie der Sozialpartner, Praxisvertreter und Berater im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Der Filmpreis zum Thema Gesunde Arbeitsplätze wird im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals Doclisboa vergeben; ausgezeichnet wird der beste arbeitsbezogene Dokumentarfilm. Die Beiträge sollten das Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit schärfen und den Fokus auf „den Menschen in einer sich wandelnden Arbeitsumwelt“ legen. Frühere Gewinner haben sich von der Vielzahl unterschiedlicher Bereiche in der Welt der Arbeit inspirieren lassen.