Die Botschaft der Kampagnen „Gesunde Arbeitsplätze“ lautet — Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit gehen jeden an. Gut für dich – gut fürs Unternehmen. Wir helfen Ihnen bei der Verbreitung dieser Botschaft, indem wir praktische Leitfäden und Instrumente kostenlos zur Verfügung stellen. Jede Kampagne beinhaltet ferner den Wettbewerb für gute praktische Lösungen und den Filmpreis zum Thema gesunde Arbeitsplätze.

Die Kampagnen sind mittlerweile weltweit die größten ihrer Art. Schließen Sie sich uns an und nutzen Sie unser Online-Toolkit für Kampagnen zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, um Ihre eigene Kampagne durchzuführen!

Die Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze, die zuvor unter dem Namen „Europäische Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit“ firmierten, werden seit dem Jahr 2000 durchgeführt.

Erfahren Sie nachstehend mehr über die Kampagnen.

2026–2028: Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit

Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze 2026–2028“ „Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit“ soll das Bewusstsein für die Auswirkungen psychosozialer Risiken schärfen und dabei helfen, unterstützende, inklusive und psychisch gesunde Arbeitsumgebungen in allen Branchen zu schaffen.

Die Kampagne unterstützt den umfassenderen strategischen Rahmen der Europäischen Kommission für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 2021-2027. Dieses Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sich die allgemeine psychische Gesundheit in Europa messbar verschlechtert: Laut der OSH-Pulse-Erhebung 2025 sind 37 % der Beschäftigten von allgemeiner Erschöpfung und 29 % von Stress, Depressionen oder Angstzuständen betroffen.

Die fünf Schwerpunktbereiche dieser Kampagne sind:

  • Bewertung und Management psychosozialer Risiken
  • Belästigung, sexuelle Belästigung und Gewalt
  • Physische Risiken und psychische Gesundheit
  • Psychosoziale Risiken im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz

2023 - 2025: Sicher und gesund arbeiten in Zeiten der Digitalisierung

Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2023-25 schärft das Bewusstsein für die Auswirkungen neuer digitaler Technologien auf Arbeit und Arbeitsplätze und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie stellt zudem eine Plattform für den Austausch bewährter Lösungen dar.

Im Einklang mit dem im strategischen Rahmen der EU für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2021–2027 vorgesehenen „Vision-Null“-Ansatz für arbeitsbedingte Todesfälle und den Zielen der europäischen Digitalstrategie sollen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mithilfe der Kampagne in den übergeordneten politischen Diskurs auf EU-Ebene einfließen. Zudem werden mit der Kampagne die geschlechtsspezifische Dimension und die Bedürfnisse bestimmter Beschäftigtengruppen mit erhöhtem Risiko berücksichtigt.

Die Kampagne ist in fünf Schwerpunktbereiche gegliedert:

  • Arbeit auf digitalen Plattformen
  • Fortgeschrittene Robotik und künstliche Intelligenz
  • Telearbeit
  • Intelligente digitale Systeme
  • Management von Beschäftigten mithilfe künstlicher Intelligenz

Die Kampagne beruht im Wesentlichen auf den Erkenntnissen und Ressourcen des Überblicks über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zum Thema Digitalisierung 2020–2023, enthält allerdings auch Forschungsergebnisse der EU-OSHA aus anderen Bereichen, darunter die Prognosestudien und der Überblick über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zur Unterstützung der Einhaltung der Vorschriften.

2020-2022: Gesunde Arbeitsplätze – entlasten Dich!

Der Schwerpunkt der Kampagne 2020-2022 liegt auf der Prävention arbeitsbedingter Muskel- und Skeletterkrankungen.  

Muskel- und Skeletterkrankungen gehören weiterhin zu den häufigsten arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen in Europa.

Haltungsbedingte Risiken, gleichförmig wiederholte Bewegungen oder ermüdende bzw. schmerzhafte Körperhaltungen, das Tragen oder Bewegen schwerer Lasten – all das sind sehr häufige Risikofaktoren am Arbeitsplatz, die Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen können. Da Muskel- und Skeletterkrankungen weit verbreitet sind, erscheint es einleuchtend, dass mehr getan werden muss, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie diesen Erkrankungen vorgebeugt werden kann.

Im Rahmen der Kampagne werden die Ursachen für dieses anhaltende Problem umfassend betrachtet. Ziel der Kampagne ist es, qualitativ hochwertige Informationen zu diesem Thema zu verbreiten, einen integrierten Ansatz für den Umgang mit diesem Problem zu fördern und praktische Instrumente und Lösungen bereitzustellen, die auf Arbeitsplatzebene Unterstützung leisten können. 

Erfahren Sie mehr zum Thema arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen

2018-2019: Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben

Die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz ist in Europa viel häufiger, als die meisten denken, und es muss noch viel mehr getan werden, um die Arbeitnehmer vor solchen Gefahren zu schützen. Mit der Kampagne 2018-2019 „Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“ sollten durch die Verbreitung von Kampagnenmaterialien, Werbemaßnahmen und die Einbindung der Interessenträger das Bewusstsein für die von gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz ausgehenden Gefährdungen geschärft und eine Kultur der Risikoprävention gefördert werden. Es wurde eine Wissensdatenbank zum wirksamen Umgang mit gefährlichen Substanzen erstellt, einschließlich Informationen über die bestehenden rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, gute praktische Lösungen, Tools und Instrumente sowie Ideen für erfolgreiche Kommunikations- und Sensibilisierungsmaßnahmen in diesem Bereich.

Besondere Schwerpunkte der Kampagne waren gefährdete Gruppen, der Ersatz gefährlicher Stoffe und Karzinogene und arbeitsbedingte Krebserkrankungen, die den höchsten Anteil an Berufskrankheiten mit tödlichem Ausgang in der EU ausmachen. Eines der Ergebnisse, die aus der Kampagne hervorgegangen sind, ist, dass die EU-OSHA auch weiterhin ein aktiver Partner des Fahrplans zu Karzinogenen ist, ein europäisches Maßnahmenprogramm zur Verringerung einer solchen Exposition.

Erfahren Sie mehr über den sicheren Umgang mit gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz

2016-2017: Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter

Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ unterstrich die Bedeutung gesundheitsfördernder Arbeit, das heißt sichere und gesunde Arbeitsbedingungen während des gesamten Berufslebens. Da die Erwerbsbevölkerung in Europa altert und das Renteneintrittsalter steigt, sind sichere, gesunde und faire Arbeitsbedingungen wichtiger als je zuvor. Damit können Menschen länger im Erwerbsleben verbleiben und gesund in Rente gehen.
Bei der Kampagne wurden Möglichkeiten für das Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement im Zusammenhang mit einer alternden Arbeitnehmerschaft hervorgehoben und der Austausch von Informationen und guten praktischen Lösungen gefördert. Die meisten Arbeitsplätze in Europa sind vom demografischen Wandel betroffen. Wenn Unternehmen und Organisationen jedoch Maßnahmen ergreifen, die eine gesundheitsfördernde Erwerbstätigkeit gewährleisten, können sie damit negative Auswirkungen minimieren, ihre Produktivität erhöhen und gleichzeitig die Arbeit für jeden Einzelnen sicherer und gesünder machen. 

 Erfahren Sie mehr zum Thema Altern und Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

2014-2015: Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen

Schlechte psychosoziale Arbeitsbedingungen können sich negativ auf die Gesundheit von Arbeitnehmern auswirken.

Psychosoziale Risiken gibt es an jedem Arbeitsplatz, sie lassen sich jedoch auch mit begrenzten Mitteln erfolgreich beurteilen und managen. Diese Kampagne bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern Unterstützung und Hilfestellung beim Management von arbeitsbedingtem Stress und psychosozialen Risiken und empfiehlt zu diesem Zweck die Verwendung praktischer, benutzerfreundlicher Instrumente.

 Erfahren Sie mehr zum Thema psychosoziale Risiken und Stress am Arbeitsplatz

2012-2013: Partnerschaft für Prävention

Der Schwerpunkt der Kampagne der Agentur für 2012-2013 lag auf der Risikoprävention. Einfacher ausgedrückt: Mit Prävention ist das Management arbeitsbezogener Risiken gemeint, dessen Hauptziel darin besteht, die Anzahl von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu senken.

Letztlich liegt die Verantwortung für das Risikomanagement beim Arbeitgeber und beim leitenden Management. Deren Anstrengungen sind aber zum Scheitern verurteilt, wenn keine aktive Beteiligung der Arbeitnehmer stattfindet.

Aus diesem Grund lag ein besonderer Schwerpunkt dieser Kampagne auf der Bedeutung der Führung durch das leitende Management und die Verantwortlichen in Kombination mit einer aktiven Beteiligung der Arbeitnehmer.

Erfahren Sie mehr zum Thema Führungsqualitäten und Mitarbeiterbeteiligung

2010-2011: Sichere Instandhaltung

Instandhaltungstätigkeiten fallen überall an: Sie betreffen alle Arbeitsplätze in sämtlichen Branchen und gehen jeden – ungeachtet der Ebene – etwas an (und nicht nur Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatzbeschreibung das Wort „Instandhaltung“ enthält).

Diese Kampagne hob die Bedeutung der sicheren Instandhaltung als Kernelement einer guten Arbeitspraxis für Sicherheit und Gesundheitsschutz hervor.

Auch wenn sich die konkreten Details von Branche zu Branche unterscheiden (und z. B. von den jeweils eingesetzten Arten von Maschinen abhängen), wurden im Rahmen der Kampagne doch Grundsätze der ordnungsgemäßen Instandhaltung festgestellt, die allen Arbeitsplätzen in Europa gemein sind.

Ziele der Kampagne:

  • Sensibilisierung dafür, wie bedeutend die Instandhaltung für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer ist, welche Gefahren mit ihr einhergehen und wie wichtig es ist, Instandhaltungsmaßnahmen sicher durchzuführen,
  • Sensibilisierung der Arbeitgeber für ihre rechtlichen und sonstigen Pflichten, Instandhaltungsarbeiten sicher durchzuführen, sowie für den daraus resultierenden wirtschaftlichen Nutzen,
  • Förderung eines einfachen, strukturierten Ansatzes für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit im Bereich der Instandhaltung, basierend auf einer geeigneten Gefährdungsbeurteilung (die „fünf Grundregeln“).

Letztlich soll die Kampagne natürlich jetzt und künftig zur Reduzierung der Anzahl von Personen beitragen, die aufgrund einer schlecht oder gar nicht ausgeführten Instandhaltung verletzt werden oder gesundheitliche Beeinträchtigungen erleiden.

Weitere Informationen:

2008-2009: Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist der Eckpfeiler für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Das oberste Ziel dieser Kampagne bestand darin, einen ganzheitlichen Ansatz bei der Gefährdungsbeurteilung zu fördern und Organisationen bei der systematischen Umsetzung des Ansatzes und der Reaktion auf die Ergebnisse zu unterstützen.

Mit der Kampagne sollten die Arbeitgeber für ihre gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen sensibilisiert werden. Außerdem sollte die Kampagne zu einem besseren Verständnis der Gefährdungsbeurteilung beitragen, denn die Gefährdungsbeurteilung ist nicht zwangsläufig ein komplizierter, bürokratischer Vorgang oder eine Aufgabe, die Experten vorbehalten ist. Die Kampagne setzte sich für einen einfachen, schrittweisen Ansatz ein, bei dem die Arbeitnehmer konsultiert und beteiligt werden.

Das Online-Instrument für die interaktive Gefährdungsbeurteilung (OiRA) ist aus dieser Kampagne hervorgegangen und kann als die Lösung des 21. Jahrhunderts auf die Herausforderung angesehen werden, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Klein- und Kleinstunternehmen zu verbessern. Das Projekt OiRA hat das Potenzial, viele Tausende kleiner Unternehmen in ganz Europa in die Lage zu versetzen, Gefährdungsbeurteilungen einfach und kostengünstig durchzuführen.

Weitere Informationen:

2007-2008: Die Initiative „Gesunder Arbeitsplatz“

Die Initiative „Gesunder Arbeitsplatz“ bot Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, wie Arbeitsplätze sicherer, gesünder und produktiver gestaltet werden können.

Sie fand in 12 EU-Mitgliedstaaten statt: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Rumänien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern sowie zusätzlich in Kroatien und in der Türkei.

Die Kampagne wandte sich unter dem Motto „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Gut für dich – gut fürs Unternehmen“ gezielt an KMU.

Erfahren Sie mehr zum Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Kleinst- und Kleinunternehmen

2007: Pack‘s leichter an (Muskel- und Skeletterkrankungen)

Muskel- und Skeletterkrankungen können Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder und Nerven in ihrer Funktion beeinträchtigen und sind in fast allen EU-Mitgliedstaaten die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten am Arbeitsplatz.

Diese Kampagne zielte darauf ab, ein integriertes Managementkonzept zur Bewältigung dieses Problems zu fördern, das besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Regierung bei der Bekämpfung von Muskel- und Skeletterkrankungen legt.

Der Schwerpunkt lag auf der Frage nach dem Umgang mit der Belastung: Dabei geht es nicht nur um z. B. tatsächlich getragene Lasten, sondern um alle Belastungen des Körpers durch Umweltfaktoren und die Geschwindigkeit, mit der die Aufgabe ausgeführt wird.

Weitere Schwerpunkte der Kampagne waren die Weiterbeschäftigung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Arbeitnehmern, die an Muskel- und Skeletterkrankungen leiden oder gelitten haben.

Erfahren Sie mehr zum Thema arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen

2006: Starte Sicher! – Junge Arbeitnehmer

Diese Kampagne war jungen Menschen gewidmet, um ihnen einen sicheren und gesunden Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Junge Menschen sind in Arbeitsumgebungen besonders gefährdet, wo es oft nur unzulängliche Vorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz für sie gibt.

Viele der Unfälle und Gesundheitsprobleme, die junge Arbeitnehmer betreffen, sind jedoch vermeidbar. Junge Menschen stehen Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aufgeschlossen gegenüber und ergreifen Maßnahmen, um sich zu schützen, wenn sie die potenziellen Gefahren kennen.

Bei dieser Kampagne ging es um die Förderung des Risikobewusstseins von jungen Menschen und Arbeitgebern am Arbeitsplatz wie auch in Schulen und Fach(hoch)schulen: Junge Menschen sollten in einem frühen Alter angesprochen werden, um ihre Präventionskultur zu stärken.

Erfahren Sie mehr zum Thema junge Menschen und Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

2005: Schluss mit Lärm!

Es sind nicht nur Arbeitnehmer im Baugewerbe, in der Fertigungsindustrie oder ähnlichen Bereichen gefährdet. Lärm kann in vielen Arbeitsumgebungen Probleme verursachen – von Fertigungsunternehmen bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben, Call-Centern und Konzertsälen.

Bei dieser Kampagne unter dem Slogan „Lärm bei der Arbeit – Es steht mehr auf dem Spiel als der Hörverlust“ stand das Thema Umgang mit Lärm bei der Arbeit im Mittelpunkt.

Erfahren Sie mehr zum Thema Probleme mit Lärm bei OSHwiki

2004: Sicher bauen!

Das Baugewerbe ist einer der größten Industriezweige Europas.

Leider hat das Baugewerbe auch die meisten Sicherheits- und Gesundheitsschutzprobleme in Europa, die die Unternehmen und Steuerzahler jedes Jahr Milliarden Euro kosten und unsagbares menschliches Leiden verursachen.

Mit dieser Kampagne sollten alle Interessengruppen in der Industrie dabei unterstützt werden, ein sichereres, gesünderes und produktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Weitere Informationen: OSHwiki

2003: Gefahrstoffe handhaben – aber richtig!

In ganz Europa sind Millionen von Arbeitnehmern an ihren Arbeitsplätzen Gefahrstoffen ausgesetzt. Werden die damit verbundenen Risiken nicht kontrolliert, kann dies zu vielfältigen Gesundheitsschäden beim Menschen führen.

In den europäischen Rechtsvorschriften sind die Pflichten der Arbeitgeber bei der Prävention von Gefährdungen festgelegt, und den Arbeitgebern und Arbeitnehmern steht eine große Anzahl an Richtlinien zur Verfügung. Jedoch müssen diese auch entsprechend angewendet werden, wenn die Gesundheit der Arbeitnehmer geschützt werden soll.

Ein zentrales Ziel dieser Kampagne bestand darin, die Gefährdungen ins Bewusstsein zu rufen und zu aktivem Handeln anzuregen, um die mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbundenen gesundheitlichen Risiken zu mindern.

Erfahren Sie mehr über den sicheren Umgang mit gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz

2002: Stress lass nach!

Arbeitsbedingter Stress führt jedes Jahr zum Verlust von Millionen Arbeitstagen.

Viel zu viele Betroffene leiden in aller Stille, und zu viele Unternehmen sind sich gar nicht bewusst, wie sehr Stress ihre wirtschaftlichen Erfolge beeinträchtigen kann.

Der Schwerpunkt dieser Kampagne lag auf der Prävention und dem Umgang mit Stress am Arbeitsplatz.

Erfahren Sie mehr zum Thema psychosoziale Risiken und Stress am Arbeitsplatz

2001: Erfolg ist kein Zufall

Jedes Jahr sterben in der Europäischen Union Tausende von Menschen durch Arbeitsunfälle. Millionen Unfälle verursachen Fehlzeiten von mehr als drei Tagen.

Dieses Problem ist in kleinen und mittleren Unternehmen besonders akut.

Der Schwerpunkt dieser Kampagne lag auf der Unfallverhütung.

Erfahren Sie mehr zum Thema bei OSHwiki

2000: Gemeinsam gegen Muskel- und Skeletterkrankungen

Muskel- und Skeletterkrankungen gehören zu den häufigsten arbeitsbedingten Beschwerden, unter denen Millionen europäische Beschäftigte aus allen Arbeitsbereichen leiden und die die Arbeitgeber Milliarden Euro kosten.

Viele Probleme in diesem Zusammenhang könnten jedoch vermieden oder verringert werden, wenn bestehende Vorschriften im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie Leitlinien über gute praktische Lösungen beachtet würden.

Bei der ersten Kampagne der EU-OSHA lag der Schwerpunkt auf dem wirksamen Umgang mit den Risiken von Muskel- und Skeletterkrankungen.

Erfahren Sie mehr zum Thema arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen

Die Mitarbeiter der EU-OSHA haben ganz unterschiedliche Profile, doch sie alle, von den Projektleitern bis hin zu den Kommunikationsbeauftragten und den Administratoren, verfügen über die Fähigkeiten, die Leidenschaft und den Enthusiasmus, die nötig sind, um Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver zu machen.

Weitere Informationen über eine Berufslaufbahn bei der Europäischen Union finden Sie auf der Website des Europäischen Amtes für Personalauswahl (EPSO).

Informieren Sie sich über unsere Regelungen zu abgeordneten nationalen Sachverständigen.

Informieren Sie sich über unsere Regelungen zu Praktika.

Informieren Sie sich über unsere Regelungen zu Gastsachverständigen.

Nach Artikel 153 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union kann die Europäische Union Richtlinien zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit erlassen. Die Rahmenrichtlinie, mit ihrem breiten Anwendungsbereich und weitere Richtlinien zu konkreten Aspekten der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit bilden die Grundlage für die europäischen Rechtsvorschriften im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Den Mitgliedstaaten steht es frei, bei der Umsetzung der EU-Richtlinien in einzelstaatliches Recht strengere Vorschriften für den Schutz der Arbeitnehmer einzuführen. Aus diesem Grund können die Rechtsvorschriften der einzelnen Mitgliedstaaten im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit voneinander abweichen.

Richtlinien nach Thema

Die Zusammenfassungen der Richtlinien sind nur in englischer Sprache verfügbar. Die Links am Ende jeder Zusammenfassung führen jedoch zum vollständigen Wortlaut der jeweiligen Richtlinie in allen EU-Amtssprachen.

Neben der Rahmenrichtlinie wurde eine Reihe von Einzelrichtlinien erlassen, die bestimmte Aspekte der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit zum Gegenstand haben. Dennoch gilt die Rahmenrichtlinie auch weiterhin in allen Bereichen, die von den Einzelrichtlinien abgedeckt werden. Sehen die Einzelrichtlinien jedoch strengere und genauere Bestimmungen vor als die Rahmenrichtlinie, haben diese Vorrang. Die Einzelrichtlinien präzisieren die grundlegenden Bestimmungen der Rahmenrichtlinie in den folgenden Bereichen:

  • Sonderaufgaben (z. B. die manuelle Handhabung von Lasten)
  • besondere Gefährdungen am Arbeitsplatz (z. B. der Kontakt zu Gefahrstoffen oder physikalischen Arbeitsstoffen)
  • bestimmte Arbeitsstätten und Sektoren (z. B. temporäre Baustellen, Förderindustrien oder Fischereifahrzeuge)
  • bestimmte Arbeitnehmergruppen (z. B. Schwangere, junge Arbeitnehmer, Arbeitnehmer mit befristetem Arbeitsvertrag)
  • bestimmte arbeitsbezogene Aspekte (z. B. die Arbeitszeitgestaltung).

In den Einzelrichtlinien ist festgelegt, wie diese Risiken zu bewerten sind. In einigen Fällen sind zudem Grenzwerte für bestimmte Substanzen oder Arbeitsstoffe angegeben.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Mitteilung Sicherere und gesündere Arbeitsbedingungen für alle - Modernisierung der Rechtsvorschriften und Maßnahmen der EU im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, die sich auf die Ex-post-Bewertung der Richtlinien der Europäischen Union im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (REFIT-Bewertung) stützt, ihre drei wichtigsten Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz angekündigt.

Darüber hinaus beziehen sich einige auf Artikel 114 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union beruhende EU-Richtlinien auf Aspekte der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes. Auf dieser rechtlichen Grundlage wurde im Rahmen der sogenannten „neuen Konzeption“ eine Reihe technischer Richtlinien angenommen. Die europäischen Normungsgremien – das Europäische Komitee für Normung (CEN), das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) und das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) – legen dabei die europäischen Normen fest und aktualisieren sie in regelmäßigen Abständen.

Europäisches Gesetzgebungsverfahren 

Der Strategische Rahmen der EU für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2021-2027 bildet den politischen Rahmen der europäischen Politik im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz. Ausgangspunkt für Gesetzgebungsinitiativen auf europäischer Ebene ist ein von der Europäischen Kommission vorgelegter Legislativvorschlag. Im Rahmen des „ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens“ nehmen der Europäische Rat und das Europäische Parlament die EU-Richtlinien an. In bestimmten Fällen übertragen der Rat und das Parlament jedoch der Europäischen Kommission die notwendigen legislativen Befugnisse, damit sie Richtlinien zum technischen Fortschritt eigenständig annehmen kann.

Die europäischen Sozialpartner spielen im europäischen Entscheidungsfindungsprozess im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit eine wichtige Rolle, da sie zu unterschiedlichen Verfahrenszeitpunkten konsultiert werden müssen. Im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union ist außerdem die Möglichkeit autonomer Vereinbarungen vorgesehen. Im Rahmen des europäischen sozialen Dialogs wurden bereits mehrere autonome Vereinbarungen getroffen.

Geschichtlicher Hintergrund der Gesetzgebung zu Sicherheit und Gesundheitsschutz

Die ersten europäischen Richtlinien zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit wurden auf Grundlage der allgemeinen Bestimmungen zur Harmonisierung des Marktes angenommen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Vertrag bis Mitte der 1980er-Jahre keine explizite Gesetzgebungsbefugnis im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit vorgesehen war. Bis zu diesem Zeitpunkt fielen Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in den Bereich der Marktharmonisierung und der Wirtschaftspolitik der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Die Richtlinie 77/576/EWG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz und die Richtlinie 78/610/EWG zur Angleichung der Grenzwerte für Vinylchloridmonomer am Arbeitsplatz beispielsweise wurden auf dieser Grundlage angenommen.

Die Einheitliche Europäische Akte im Jahr 1987 war in diesem Zusammenhang ein bedeutender Schritt: Die Einführung einer neuen rechtlichen Bestimmung auf dem Gebiet der Sozialpolitik im Vertrag sollte dazu dienen, die Verbesserung insbesondere der Arbeitsumwelt zu fördern, um die Sicherheit und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Durch die Aufnahme dieser Bestimmung in den Vertrag wurde die Bedeutung sicherer Arbeitsbedingungen unterstrichen. Im Rahmen des neuen Sozialkapitels erhielt die Europäische Kommission außerdem das Recht, auf europäischer Ebene den sozialen Dialog zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zu fördern.

Im Jahr 1997 wurde mit dem Vertrag von Amsterdam die Gesetzgebungsbefugnis im Bereich der europäischen Sozialpolitik durch die Aufnahme der Sozialvereinbarung in den Vertrag weiter gestärkt. Der Vertrag von Lissabon behielt – abgesehen von einer Umnummerierung der Artikel zur Sozialpolitik – die wesentlichen Bestimmungen der ex-Artikel 136 und folgende EG-Vertrag (jetzt Artikel 151 und folgende AEUV) bei.

Der Schutz der Arbeitnehmer vor Unfällen und Gesundheitsschäden ist nicht nur eine gesetzliche und ethische Pflicht — es ist auch ein Zeichen, dass das Unternehmen voraussichtlich wachsen und florieren wird.

Verringerung der Gefährdung von oben nach unten

Führungskräfte eines Unternehmens — Unternehmensleitung, Geschäftsführer und/oder der Vorstand — haben die Möglichkeit, Unfälle und Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz zu verhüten. Sie können dies tun, indem sie

  • sich zu einer wirksamen Managementstrategie für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit verpflichten und diese entsprechend kommunizieren,
  • stabile Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsysteme entwickeln,
  • die Leistungsfähigkeit dieser Systeme kontrollieren,
  • als gutes Beispiel vorangehen und stets sämtliche Sicherheitsverfahren befolgen,
  • die Mitarbeiter motivieren, sich an der Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz zu beteiligen.

Den Preis für eine schlechte Mitarbeiterführung zahlen

Eine unwirksame oder nicht vorhandene Mitarbeiterführung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit kann zu Unfällen oder sogar Todesfällen sowie einem schlechten psychischen und körperlichen Gesundheitszustand in der Arbeitnehmerschaft führen. Sie kann dem Ansehen eines Unternehmens Schaden zufügen. Eine schlechte Mitarbeiterführung kann, z. B. infolge von Krankheitstagen, Zeitverlust und Ausgleichszahlungen, erhebliche finanzielle Folgen haben.

Eine gute Mitarbeiterführung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit hingegen

  • verhütet Unfälle und Erkrankungen,
  • erhöht Produktivität und Effizienz,
  • verbessert die Arbeitsmoral der Arbeitnehmer,
  • hilft dem Unternehmen, neue Aufträge zu gewinnen und hochqualifizierte Mitarbeiter anzulocken.

Übernahme der Vorreiterrolle bei Sicherheit und Gesundheitsschutz

Es gibt ein paar einfache Schritte, um sicherzustellen, dass Ihre Organisation von einer guten Mitarbeiterführung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit profitiert. Hier ein paar praktische Tipps, die auf einem Leitfaden des britischen Amtes für Gesundheit und Sicherheit basieren:

  • Nehmen Sie regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen vor und ergreifen Sie im Hinblick auf die Ergebnisse entsprechende Folgemaßnahmen.
  • Berücksichtigen Sie stets die Gesundheits- und Sicherheitsaspekte der Einführung neuer Mitarbeiter, Prozesse und Arbeitsmethoden.
  • Eine effektive Mitarbeiterführung ist sichtbar. Stellen Sie sicher, dass die Führungskräfte regelmäßig den Produktionsbereich Ihrer Organisation besuchen, um mit den Mitarbeitern über Probleme und Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu sprechen.
  • Zeigen Sie Ihre Entschlossenheit, indem Sie sicherstellen, dass Sicherheits- und Gesundheitsfragen stets auf der Tagesordnung der Vorstandssitzungen stehen.
  • Führen Sie für alle Führungskräfte Schulungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz durch, um das Bewusstsein für den Wert von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu schärfen.

Zusammenarbeiten — die Beteiligung der Mitarbeiter erreichen

Ein Schlüssel zu einer guten Mitarbeiterführung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist die Beteiligung der Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ihre Mitarbeiter zu Sicherheits- und Gesundheitsfragen anzuhören. Doch ist es von Nutzen, mehr zu tun, als nur die Mindestanforderungen zu erfüllen. Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement verspricht mehr Erfolg, wenn es die aktive Beteiligung der Arbeitnehmer fördert und einen Dialog zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung in Gang setzt.

2012 lief eine auf zwei Jahre angelegte Kampagne der EU-OSHA zu diesem Thema unter dem Motto Kampagne Gesunde Arbeitsplätze 2012/2013 - Partnerschaft für Prävention an.

Diese Kampagne endete mit einer Benchmarking-Veranstaltung, bei der Kampagnenpartner Beispiele guter praktischer Lösungen austauschten und Workshops zu Themen wie „Schulungen in Mitarbeiterführung“ und „Die Sicherheits- und Gesundheitskultur einer Organisation“ stattfanden.

Wenn Kinder etwas über Sicherheit und Gesundheitsschutz lernen, wie sie lesen und schreiben lernen, wird dieser Bereich zu einem natürlichen Teil ihrer Art zu arbeiten, zu spielen und zu leben. Sie entwickeln eine gute Haltung zu Sicherheit und Gesundheitsschutz, die sie während ihres Erwerbslebens beibehalten werden.

Jung beginnen, sicher bleiben: eine erfolgreiche Erziehung im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz

Es ist erfolgversprechender, Sicherheit und Gesundheitsschutz in einzelne Fächer zu integrieren, als diesen Bereich als Einzelthema zu behandeln. Handlungsorientiertes Lernen und Beispiele aus dem Alltagsleben werden dazu beitragen, Kindern und jungen Menschen die Botschaft zu vermitteln. Kernbotschaften können für verschiedene Altersgruppen, z. B. in Grund- und Berufsschulen, auf unterschiedliche Weise wiederholt werden.

Der schulumfassende Ansatz ist das ideale Konzept. Die Integration von Sicherheit und Gesundheitsschutz in weitere Bildungsangebote ist schwieriger und weniger gut entwickelt, insbesondere an Hochschulen. Dennoch findet auch hier das „institutionsumfassende“ Konzept Anwendung. Die Vernetzung und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit für Sicherheit und Gesundheitsschutz zuständigen Behörden sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Integration.

Integration von Sicherheit und Gesundheitsschutz in den Schulalltag

Der schulumfassende Ansatz ist eine Kombination aus Unterrichts- und Schulmanagement. Schüler und Schulpersonal arbeiten zusammen, um die Schule zu einem sicheren und gesunden Lern- und Arbeitsort zu machen. Dies soll durch folgende Elemente erreicht werden:

  • Gefährdungserziehung und Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement, z. B. Beteiligung von Schülern an der Gefahrenermittlung
  • Gesundheitserziehung und -förderung, z. B. durch Initiativen für gesunde Schulen
  • Förderung der Anerkennung der Würde und der Achtung aller Menschen, z. B. Anti-Mobbing-Kampagnen
  • Umweltbewusstsein, z. B. Wiederverwertung und Recycling

Tipps für eine erfolgreiche Integration

Fallstudien haben gezeigt, was nötig ist, damit der schulumfassende Ansatz funktioniert:

  • Führung des Schulleiters zur Motivation von Lehrkräften und Schülern
  • Einbindung von Schülern, Eltern und Schulpersonal
  • Bereitstellung praxisbezogener Unterstützung und Instrumente; das Lernmittel „
    Napo für Lehrer
    “ hat sich in diesem Zusammenhang als hilfreich erwiesen
  • Schulungen für Lehrkräfte
  • Vernetzung der Schulen
  • Zusammenarbeit zwischen Behörden für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Bildungsbehörden
  • Praxisorientierte Herangehensweise und Verknüpfung der Gefahrenerziehung mit bestehenden Unterrichtsfächern

Nähere Informationen:

Diese Erklärungen wurden vom Verwaltungsrat im Rahmen der Strategie festgelegt. Sie drücken aus, wie die Agentur ihr Mandat nach Vorstellung des Verwaltungsrats umsetzen soll.

Unser Auftrag

Wir entwickeln, sammeln und liefern zuverlässige und relevante Informationen, Analysen und Instrumente zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, um einschlägige Kenntnisse zu verbreiten, für dieses Thema zu sensibilisieren sowie Informationen und gute praktische Lösungen auszutauschen, die den Bedürfnissen der Menschen dienen, zu deren Aufgabenbereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zählen.

Unsere Vision

Wir wollen eine anerkannt führende Rolle bei der Förderung sicherer und gesunder Arbeitsplätze in Europa übernehmen. Grundlage hierfür sind die Dreigliedrigkeit, die Beteiligung und die Entwicklung einer Präventionskultur für Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, die eine intelligente, nachhaltige, produktive und integrative Wirtschaft sichern.

Die EU-OSHA ist die Agentur der Europäischen Union, die über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit informiert. Mit unserer Arbeit leisten wir einen Beitrag zum Strategischen Rahmen der Europäischen Kommission für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2021-2027 sowie zu anderen relevanten Strategien und Programmen der EU.

Weitere Informationen erhalten Sie in unseren Strategie- und Arbeitsprogrammen und in unserer Gründungsverordnung.

Die Mitgliedstaaten können strengere Vorschriften zum Schutz von Arbeitnehmern annehmen, ihre Rechtsvorschriften müssen aber den Mindeststandards entsprechen. Deshalb können die Rechtsvorschriften der einzelnen Mitgliedstaaten im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit voneinander abweichen

Eine Liste der einzelstaatlichen Umsetzungsmaßnahmen findet sich jeweils am Ende der Zusammenfassung jeder Richtlinie im Abschnitt Europäische Richtlinien auf der Website der EU-OSHA. Wenn Sie beispielsweise die Rahmenrichtlinie über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit auswählen, finden Sie am Ende der Seite einen Link zur Website EUR-LEX, auf der die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie aufgeführt sind.

Die Europäische Kommission führte eine Bewertung der Durchführung der EU-Richtlinien im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in EU-Mitgliedstaaten (2015) durch, über die ebenfalls ein kürzerer zusammenfassender Synthesebericht erstellt wurde.

Weitere Informationen über die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit finden sich auch in den Artikeln über die nationalen Systeme in OSHwiki.

Beim EU-OSHA-Focal Point des entsprechenden Mitgliedstaates erhalten Sie weitere Informationen über die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften.

In den EU-Richtlinien werden die Mindestanforderungen und wesentlichen Grundsätze, darunter der Grundsatz der Prävention und Gefährdungsbeurteilung, und die Verantwortlichkeiten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern festgelegt. Eine Reihe von EU-Leitliniendokumenten soll die Umsetzung der EU-Richtlinien und europäischen Normen, die von europäischen Normungsorganisationen angenommen werden, erleichtern.

Der im Aktionsplan zur europäischen Säule sozialer Rechte angekündigte strategische Rahmen der EU für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (2021-2027) legt die wichtigsten Prioritäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer fest. Der Rahmen beruht auf einem dreigliedrigen Ansatz mit drei zentralen Zielen: Antizipation und Bewältigung des Wandels, Verbesserung der Prävention und Intensivierung der Vorsorge.

Weitere Informationen zu Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit sind auch auf der Website der Europäischen Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration, zu finden.

Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu den europäischen Rechtsvorschriften, ihrer Umsetzung und anderen praktischen Dokumenten zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und sind nach Themen sortiert.

Hier finden Sie Fakten und Zahlen zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit auf der Grundlage der Ergebnisse europäischer Schlüsselprojekte und der europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken der EU-OSHA (ESENER).

Diese Erkenntnisse werden in unseren benutzerfreundlichen Tools zur Datenvisualisierung vorgestellt, die einen kurzen Überblick über die Art des Umgangs mit Risiken am Arbeitsplatz, Arbeitsbedingungen, die demografische Entwicklung sowie Maßnahmen und Strategien im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit bei der Arbeit geben.

Wir führen auch Meinungsumfragen durch, um besser verstehen zu können, wie die Menschen ihr Arbeitsumfeld wahrnehmen. Auf die Ergebnisse können Sie nachfolgend zugreifen.

Das Zusammentragen dieser Fakten und Zahlen ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit, und die Ergebnisse helfen politischen Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern dabei, sich abzeichnende Trends zu erkennen.

Hier finden Sie unsere wichtigsten Ressourcen für die Sensibilisierung und den Umgang mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz.

OiRA, das die Beurteilung und den Umgang mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz vereinfacht; OSHwiki, das eine Fülle von Informationen über sämtliche sicherheits- und gesundheitsbezogenen Aspekte am Arbeitsplatz bietet; elektronische Leitfäden, die als Orientierung für das Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement bei der Arbeit dienen; Infografiken; das Kampagnen-Toolkit; Napo-Filme und Napo für Lehrer; Tools zur Datenvisualisierung und andere praktische Instrumente und Ressourcen.