Erhebung zur Exposition von Arbeitnehmern gegenüber Krebsrisikofaktoren in Europa

Da schätzungsweise 53 % aller arbeitsbedingten Todesfälle in der EU und anderen Industrieländern durch Krebs verursacht werden, sind zuverlässige Daten über die Exposition gegenüber Krebsrisikofaktoren am Arbeitsplatz für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer sowie eine produktive und nachhaltige Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung.

Die EU-OSHA plant die Umsetzung einer Erhebung zur Exposition von Arbeitnehmern gegenüber Krebsrisikofaktoren in Europa, um Krebsrisikofaktoren, die für die meisten Expositionen verantwortlich sind, leichter zu ermitteln. In der Erhebung werden ebenso die am häufigsten auftretenden Expositionssituationen sowie die Anzahl und Merkmale der Arbeitnehmer untersucht, die einer Vielzahl von Krebsrisikofaktoren, einschließlich Asbest, Benzol, Chrom, Dieselabgasen, Nickel, Siliziumdioxidstaub, UV-Strahlung, Holzstaub und anderen ausgesetzt sind. Ziel der Erhebung ist es, Sensibilisierungskampagnen und Präventivmaßnahmen gezielter auszurichten und zu einer faktengestützte Politikgestaltung beizutragen.

Eine Machbarkeitsstudie zu einer Erhebung zur Bewertung der Exposition von Arbeitnehmern gegenüber Karzinogenen wurde 2017 auf der Grundlage einer erfolgreichen australischen Erhebung abgeschlossen. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen 2020, um die Länder zu ermitteln, in denen die Erhebung zunächst stattfinden soll und um erste Schritte zur Vorbereitung der Methodik und zur Anpassung des australischen Modells an den europäischen Kontext einzuleiten.

Lesen Sie die Projektübersicht zur neuen Erhebung

2021 und 2022 wird die Erhebung entwickelt und durchgeführt, und die Veröffentlichung erster Ergebnisse ist für 2023 geplant. Im Anschluss an eine Evaluierung 2024 werden Entscheidungen fallen, die Erhebung auf mehr Länder und zusätzliche Risikofaktoren auszuweiten.