Verwaltung von Lieferketten für eine bessere Einhaltung der Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Construction workers attaching crane hooks

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In der heutigen, von gegenseitiger Abhängigkeit geprägten Wirtschaft hat die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Lieferketten verwalten, weitreichende Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer. Im Rahmen des Projekts LIFT-OSH (Leverage Instruments for Occupational Safety and Health) wird untersucht, wie Einkäufer, Kunden, Unternehmen und Arbeitgeber im europäischen Baugewerbe und Agrar- und Lebensmittelsektor ihren Markteinfluss nutzen können, um bessere Ergebnisse im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu erzielen.

Wachsender Einfluss auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Sowohl im Bauwesen als auch im Agrar- und Lebensmittelsektor beeinflussen die Beziehungen zwischen Einkäufern und Lieferanten innerhalb der Lieferkette zunehmend die Art und Weise, wie Arbeit organisiert und gesteuert wird. Das bedeutet, dass die Ergebnisse im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit nicht mehr nur auf Unternehmensebene bestimmt werden, sondern auch Entscheidungsträger in den vorgelagerten Bereichen der Lieferkette eine entscheidende Rolle spielen.

Die größten Verbesserungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit werden erzielt, wenn Unternehmen folgende Instrumente gleichermaßen einsetzen:

  • Vertragliche Governance: formale Anforderungen, Normen, Zertifizierungen und Audits.
  • Beziehungsorientierte Governance: Zusammenarbeit, Dialog und gemeinsame Ziele.

Dieser hybride Ansatz fördert eine gerechte Verteilung der Zuständigkeiten, stärkt das gegenseitige Vertrauen und gewährleistet eine kontinuierliche Verbesserung entlang der gesamten Lieferkette.

Praktische Wirkungsinstrumente

  • Klare Kriterien für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Ausschreibungs- und Vergabeverfahren.
  • Transparente Anforderungen an die Auswahl der Lieferanten.
  • Strengere, auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ausgerichtete Vertragsklauseln.
  • Laufende gemeinsame Nachverfolgung mit den Lieferanten.
  • Eine Kultur des Vertrauens und der Zusammenarbeit.

Branchenspezifische Einblicke: Bauwesen und Agrar- und Lebensmittelsektor.

Bauwesen:

  • Die Betonung einer gemeinsamen Sicherheitskultur zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern ist eine besonders wirksame Strategie.
  • Die Sicherheitskultur spielt eine entscheidende Rolle, wenn mehrere Auftragnehmer zusammenarbeiten.
  • Ein gemeinsames Verständnis, das Engagement der Beschäftigten und Bottom-up-Kommunikation sind unerlässlich.

Agrar- und Lebensmittelsektor:

  • Eine hybride Governance stärkt das Vertrauen und fördert die gemeinsame Verantwortung.
  • Die Ergebnisse zeigen messbare Verbesserungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und bei den Arbeitsbedingungen.

Empfehlungen für Aufsichtsbehörden und Fachkräfte

  • Die Ergebnisse zeigen, dass der Einfluss des Marktes eine wichtige Rolle bei der Förderung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in der Lieferkette spielen kann, dieser jedoch die Regulierung nicht ersetzen kann.
  • Einbeziehung transparenter Kriterien für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in die öffentliche und private Auftragsvergabe.
  • Bewältigung der besonderen Herausforderungen, mit denen KMU bei der Erfüllung der Anforderungen an die Lieferkette konfrontiert sind.
  • Integration zwischen den Beschaffungsabteilungen und den Abteilungen für CSR/soziale Nachhaltigkeit, um dem Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit einen höheren Stellenwert zu geben.
  • Abschluss längerfristiger Verträge, um die Stabilität der Lieferanten sowie Investitionen zu ermöglichen.
  • Aufbau von Vertrauen durch regelmäßige Besuche vor Ort und einen offenen Dialog, auch zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.
  • Gewährleistung flexibler Lieferbedingungen und Unterstützung der Lieferanten bei unvorhergesehenen Problemen.