Factsheet 12 - Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und Beschäftigungsfähigkeit: Programme, Praktiken und Erfahrungen
28/03/2001
In den vergangenen Jahren ist die „Beschäftigungsfähigkeit“ zu einer der wichtigsten politischen Initiativen geworden, die Regierungen zur Erhöhung der Beschäftigung in der nationalen Wirtschaft ergreifen können und in erster Linie als ein Eingreifen in den Arbeitsmarkt. Obwohl es keine eindeutige Definition gibt, denkt man bei „Beschäftigungsfähigkeit“ vorwiegend an die Erweiterung der Kenntnisse und Fertigkeiten der Beschäftigten und Arbeitslosen durch Fortbildungs- und Berufsbildungsmaßnahmen. Das Ziel besteht darin, den Menschen dabei zu helfen, Arbeit zu finden oder ihre Arbeitsstelle zu behalten. Im September 1999 wurde erstmals die Verbindung zwischen Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und Beschäftigungsfähigkeit auf einer gemeinsam von der Europäischen Agentur und der finnischen Präsidentschaft der Europäischen Union organisierten Konferenz zur Sprache gebracht. Seitdem hat die Agentur eine Reihe von Folgemaßnahmen organisiert, einschließlich des hier zusammengefassten Berichts. Laut Bericht können Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf viele Arten zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten beitragen, u.a. durch die (Um-)Gestaltung des Arbeitsplatzes, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld, Aus- und Weiterbildung, die Bewertung der Arbeitsanforderungen, medizinische Diagnosen, Gesundheitskontrollen und die Beurteilung der Fähigkeiten. In dem Bericht sind 26 Fallstudien von Initiativen einer Vielzahl von Organisationen zusammengetragen und in vier Hauptkategorien unterteilt worden: - umfassende Programme in Bezug auf Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, die Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen verhindern sollen. Diese Programme konzentrieren sich häufig auf besondere Risikogruppen; - Rehabilitation kranker Beschäftigter durch die Bereitstellung von Dienstleistungen oder die Anpassung der Arbeitsplätze, damit die kranken oder verletzten Beschäftigten sich schneller von ihren Beschwerden erholen und wieder in den Arbeitsplatz eingegliedert werden können; - Wiedereingliederungsinitiativen für längerfristig behinderte Personen: - Initiativen zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz, die den Arbeitsplatz als Ort für Aktivitäten zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der Beschäftigten nutzen. Neben der Beschreibung der 26 Initiativen, der betroffenen Beteiligten, der erreichten Ergebnisse und der aufgetretenen Probleme bewertet der Bericht auch deren Auswirkungen und untersucht die “Generalisierbarkeit” oder Übertragbarkeit der daraus gezogenen Lehren. Hier werden sieben Beispiele beschrieben, um einen Eindruck von dem Bericht zu vermitteln.