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Österreichischer EU-Ratsvorsitz


BG-logo-2017Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wird von den Regierungen der 28 Mitgliedstaaten im Wechsel wahrgenommen, wobei der Vorsitz alle sechs Monate, jeweils zum 1. Januar und zum 1. Juli, auf den nächsten Mitgliedstaat übergeht. Der Ratsvorsitz ist mit großer Verantwortung verbunden: Der Mitgliedstaat, der den Vorsitz innehat, leitet während seiner Amtszeit die Sitzungen und Tagungen des Rates, einem der wichtigen Entscheidungsorgane der EU. Zudem ist es Aufgabe des Ratsvorsitzes, dafür zu sorgen, dass die Mitgliedstaaten harmonisch zusammenarbeiten, d. h. bei Bedarf Kompromisse aushandeln und dabei stets im Interesse der gesamten EU handeln.

Das Arbeitsprogramm des Ratsvorsitzes wird jeweils für 18 Monate von drei Mitgliedstaaten (dem „Dreiervorsitz“) gemeinsam erstellt. Darin sind die Ziele, die der Ratsvorsitz in seiner Amtszeit, auch zusammen mit den anderen Mitgliedern des Dreiervorsitzes, erreichen will, im Einzelnen aufgeführt, insbesondere die langfristigen Ziele, die realistischerweise nicht in nur sechs Monaten umsetzbar sind.

Österreich übernimmt am 1. Juli 2018 den Ratsvorsitz. Der derzeitige Dreiervorsitz (Estland, Bulgarien und Österreich) wird mit der Umsetzung seines 18-monatigen Programms fortfahren.

Der österreichische „grüne Ratsvorsitz“ wird die Nachhaltigkeit fördern und sich auf die folgenden weiter gefassten Themen konzentrieren:

  • Sicherheit und Migration;
  • Sicherung des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung;
  • Stabilität in der Nachbarschaft.

Was das Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit anbelangt, besteht das Ziel des österreichischen Ratsvorsitzes darin, die Verhandlungen über die Änderung der Richtlinie über Karzinogene zum Abschluss zu bringen, da Krebs nach wie vor die häufigste Ursache arbeitsbedingter Todesfälle in der EU darstellt.

Die EU-OSHA wird an der vom 24. bis 25. September stattfindenden Konferenz mit dem Titel „Verringerung der Belastung arbeitsbedingter Krebserkrankungen in der EU – ein gemeinsames Problem mit gemeinsamen Lösungen“ teilnehmen. Ziel ist es, im Rahmen ihrer Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“ und dem „Fahrplan zu Karzinogenen“ Bewusstsein für die Gefährdung durch Karzinogene am Arbeitsplatz zu schaffen und gute praktische Lösungen auszutauschen.

Besuchen Sie die Website des österreichischen Ratsvorsitzes

Das Video „Was ist der Ratsvorsitz und wie arbeitet er?“ ansehen