Frankreich – PSA Peugeot Citroën: Kategorisierung der Arbeitsplätze zur besseren Verwaltung der Arbeitskräfte
09/03/2016
PSA Peugeot Citroën ist ein Automobilhersteller mit 118 080 Beschäftigten, von denen 29 % über 50 Jahre alt sind, und älteren Mitarbeitern in der Fertigung, die über eine geringere Arbeitskapazität verfügen. 2009 wurde das Unternehmen per Gesetz verpflichtet, Verhandlungen mit den Sozialpartnern zu führen, um die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu fördern. In Einklang mit den sechs Prioritäten der Regierung führte Peugeot verschiedene Initiativen ein, von denen die vollständige Kategorisierung der Arbeitsplätze in die Kategorien „schwer“, „mittel“ und „leicht“ die wichtigste war. Um einen Anteil von 58 % leichter Tätigkeiten zu erreichen, wurde die manuelle Lastenhandhabung verringert, die Aufgaben wurden nach der körperlichen Leistungsfähigkeit umverteilt und es wurde eine Arbeitsplatzrotation eingeführt. Für eine bessere Karriereplanung wurde eine Bewertung der Qualifikationen durchgeführt, die zur Beurteilung des Weiterbildungsbedarfs überprüft wird. Die schweren Arbeiten wurden auf 8 % gesenkt und ältere Mitarbeiter müssen diese Arbeiten nicht mehr ausführen. Die Vereinbarungen werden alle drei Jahre überarbeitet. Vor Kurzem wurde das Projekt „Mission Handicap“ gestartet, das einen ähnlichen Schutz für Mitarbeiter mit Behinderungen vorsieht. Zum Erfolg haben die strengen gesetzlichen Regelungen, die Beteiligung der Sozialpartner und die Bedeutung für alle Mitarbeiter beigetragen. Die Kategorisierung der Arbeitsplätze wird häufig eingesetzt und kann leicht wiederholt werden.