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Arbeitsbedingte Krebserkrankungen

Tatsächlich sind  arbeitsbedingte Krebserkrankungen eines der größten Gesundheitsprobleme an Arbeitsplätzen in ganz Europa und sogar weltweit. Sie sind Schätzungen zufolge die Ursache für 53 % aller arbeitsbedingten Todesfälle in der EU und in anderen Industrieländern. Dem Fahrplan zu Karzinogenen zufolge treten jedes Jahr 120 000 arbeitsbedingte Krebsfälle infolge der Exposition gegenüber Karzinogenen am Arbeitsplatz in der EU auf, was rund 80 000 Todesfälle  pro Jahr zur Folge hat.

Es wurden jedoch auch Strahlung, Stress und andere Faktoren in Verbindung mit der Arbeitsorganisation und mit Arbeitsbedingungen mit arbeitsbedingten Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Des Weiteren lassen neue Erkenntnisse auch darauf schließen, dass eine berufsbedingte Exposition gegenüber endokrin wirksamen Schadstoffen (etwa bestimmte Pestizide) oder Nanomaterialien Krebs eventuell verursachen kann.

Aufgrund dieser alarmierenden Statistiken bestand dringender Handlungsbedarf. Im Rahmen einer neuen Initiative zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer hat sich die Europäische Kommission dazu verpflichtet, Arbeitnehmer vor arbeitsbedingten Krebserkrankungen zu schützen. Dies soll zum Teil durch eine Änderung der Richtlinie über Karzinogene und Mutagene durch die Festlegung von Expositionsgrenzwerten für die häufigsten krebserregenden Chemikalien in europäischen Betrieben erreicht werden.