Schweden – Finanzkoordination der Rehabilitationsmaßnahmen
18/12/2015
Die Dezentralisierung der Haushaltsmittel hat die effektive Koordination der beruflichen Rehabilitation in Schweden erschwert. Bis Ende 2013 wurden 83 unabhängige Vereinigungen zur Koordination der Mittel für die berufliche Rehabilitation aller Beteiligten, einschließlich der Sozialversicherungsanstalt, der staatlichen Arbeitsvermittlung, Gemeinden und Provinziallandtage, gegründet. Die Finanzkoordination der Rehabilitationsmaßnahmen läuft derzeit in 225 von 290 Gemeinden. Die Vereinigungen zur Koordination sind für die Festlegung der Ziele für die Finanzkoordination, die Haushaltsplanung, die Koordinierung der Partner, die Mittelvergabe sowie die Überwachung und Bewertung der Rehabilitationsmaßnahmen zuständig. Dabei zielen die Maßnahmen in erster Linie auf Personen unter 30 Jahren, Personen nach langer krankheitsbedingter Abwesenheit und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Jahr 2013 waren 53 % der Wiedereingliederungsmaßnahmen erfolgreich. Eine groß angelegte externe Evaluation macht deutlich, dass die Gesellschaft bei jeder Person, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt, die Investitionen für ihre Rehabilitation zurückerhält. Das branchenweite SUS-Überwachungssystem zeigt, dass 31 % der Teilnehmer nach der Maßnahme an den Arbeitsplatz zurückkehrten, während der Anteil vor der Intervention nur bei 11 % lag. Ein Grund für diesen Erfolg ist der integrierte Lösungsansatz der Experten. Das System ist übertragbar, sofern die Zuständigkeitsbereiche der nationalen Agenturen eindeutig abgegrenzt werden.