Frankreich – Unterstützung der Unternehmen bei der besseren Integration von chronischen Erkrankungen AM Arbeitsplatz (ARACT Aquitaine)
18/12/2015
Etwa 15 % der französischen Arbeitskräfte leiden an einer chronischen Erkrankung, doch die damit verbundenen Abwesenheitszeiten sind eher auf die Arbeitsorganisation zurückzuführen. ARACT (eine regionale Einheit des französischen Amts für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen) führt die erste Bewertung der Folgen chronischer Erkrankungen für die Arbeitsfähigkeit durch. Sie arbeitete zudem mit 15 kleinen und mittleren Unternehmen und zwei größeren Unternehmen zusammen, um die Entwicklung von Projekten für Arbeitnehmer mit chronischen Erkrankungen zu unterstützen, Unternehmensstrategien für die Anpassung der Arbeitsorganisation einzuführen und Arbeitnehmer mit derartigen Erkrankungen im Berufsleben zu halten. Diese Strategien basieren auf internen Kommunikationsmitteln und interner Weiterbildung. Ferner hat ARACT eine öffentlich zugängliche Website und Leitlinien mit vorbildlichen praktischen Lösungen erstellt. Zu den Erfolgsfaktoren zählten die Einbindung aller wichtiger Interessengruppen und die Erarbeitung praktischer Lösungen auf der Grundlage realer Arbeitssituationen. Obwohl keine formale Evaluation erfolgte, haben die an dem Projekt teilnehmenden Unternehmen lobend auf die Möglichkeit des gezielten Dialogs über Gesundheit am Arbeitsplatz verwiesen. Dieses Konzept könnte auf andere Länder übertragen werden, wenn die entsprechenden Anpassungen an die nationalen Gegebenheiten durchgeführt werden und eine zwischengeschaltete Organisation für die Umsetzung existiert.