Factsheet 19 - Arbeitsunfälle in der EU – die Statistik (1998-1999)
02/10/2001
Die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2001 nimmt die menschlichen und finanziellen Kosten von Arbeitsunfällen ins Visier. Unter dem Motto „Erfolg ist kein Zufall“ betont die Kampagne die wirtschaftliche und menschliche Notwendigkeit, die Zahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren und damit zu versuchen, mehr Organisationen zu ermuntern, ihre Praktiken in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz zu verstärken. Das vorliegende Factsheet enthält kürzlich veröffentlichte Statistiken von Eurostat, die zeigen, dass die Zahl arbeitsbedingter Unfälle nach wie vor auf hohem Niveau verharrt. Im Laufe des Jahres 1998 gab es 4,7 Mio. Arbeitsunfälle mit mehr als drei Tagen Ausfallzeit. Dies entspricht einem Rückgang der Häufigkeit um 0,4 % auf 4 089 Unfälle pro 100 000 Menschen. Anfängliche Schätzungen für 1999 deuteten darauf hin, dass die Zahl wieder steigen und sich dem Niveau von 1996 annähern würde (4 229). Gleichwohl wäre dies immer noch eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Zahl von 1994 (4 539). Die Gesamtzahl der Unfälle einschließlich derjenigen, die zu keinen Fehlzeiten geführt haben, belief sich auf 7,4 Mio., was 6 380 pro 100 000 Menschen entspricht. Die Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Todesfolge fiel um 3 % auf 5,0 pro 100 000 Menschen. Insgesamt kamen 5 476 Menschen bei der Arbeit ums Leben. Weitere 3 100 tödliche Unfälle ereigneten sich zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Von diesen fast 8 600 arbeitsbezogenen Todesfällen entfielen 59 % auf Unfälle im Straßenverkehr oder beim Transport.