ESENER - 2

Im Rahmen der zweiten Ausgabe der von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) durchgeführten Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER-2) wurden Antworten aus fast 50 000 Unternehmen zu den Themen betriebliches Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement und Arbeitsplatzrisiken mit besonderem Schwerpunkt auf der Arbeitnehmerbeteiligung und psychosozialen Risiken eingeholt.

Erstmals wurden bei der Erhebung Betriebe in der Landwirtschaft und im Fischereiwesen sowie Kleinstunternehmen mit 5-10 Mitarbeitern berücksichtigt. Die Fragen wurden den Mitarbeitern gestellt, die am besten über das Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement in ihrem Unternehmen Bescheid wussten. Die Teilnehmer beantworteten Fragen zu den größten Risikofaktoren in ihrem Unternehmen und gaben an, wie und warum ein Management dieser Risiken erfolgt. Außerdem nannten sie Faktoren, die die Prävention erschweren.

Im Bericht Beteiligung der Arbeitnehmer am Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit: qualitative Nachweise aus der zweiten Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER-2) werden die Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Arbeitnehmervertretung im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in der Europäischen Union – einer Folgestudie zu ESENER-2 – dargelegt.

Gegenstand der Studie ist die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen in puncto Sicherheit und Gesundheitsschutz, wie diese von den Vertretern selbst, von ihren Kollegen und ihren Arbeitgebern und Vorgesetzten erlebt wird. Die Studie stützt sich auf eingehende Befragungen dieser Beteiligten in 143 verschiedenen Betrieben in sieben EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Estland, Griechenland, den Niederlanden, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich.

Bei der großen Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Betriebe, die im Rahmen von ESENER-2 untersucht wurden. Sie wurden zu gleichen Teilen aus drei Hauptwirtschaftszweigen (dem privaten produzierenden Gewerbe, dem öffentlichen Dienst und dem privaten Dienstleistungsgewerbe) und drei Betriebsgrößenklassen (klein, mittel und groß) ausgewählt. Ergänzt wurde die Analyse durch eine Literaturdurchsicht und zusätzliche Befragungen von Auskunftspersonen in Schlüsselorganisationen sowie durch eine weitere quantitative Auswertung relevanter ESENER-2-Daten.