Die EU-OSHA startet ihre Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2026-2028: Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit

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Die EU-OSHA startet ihre Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2026-2028: Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit

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Colleagues giving each other high five

© Jacob Lund - stock.adobe.com

Die EU-OSHA startet heute in Brüssel ihre EU-weite Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2026-28: „Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit“ – um Arbeitgeber:innen und Organisationen dabei zu helfen, psychosozialen Risiken bei der Arbeit zu entgegenzuwirken, zu bewerten und zu bewältigen.

Psychische Probleme nehmen in der EU zu: Fast die Hälfte (45 %) der Arbeitnehmer:innen gibt an, bei der Arbeit Risiken für ihr psychisches Wohlbefinden ausgesetzt zu sein und 29 % der Arbeitnehmer:innen leiden unter Stress, Angstzuständen oder Depressionen, die durch die Arbeit verursacht oder verschlimmert werden. Eine anhaltende Belastung durch psychosoziale Risiken ist kostspielig, und hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten, darunter Fehlzeiten und Langzeitkrankheiten. Das schadet nicht nur den Arbeitnehmer:innen, sondern führt auch zu einem Rückgang der Produktivität und zu höheren Kosten für Unternehmen und hat weitreichende Folgen für die Gesellschaft.

 

„Arbeitgeber:innen sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu schützen; dazu gehört auch die psychische Gesundheit. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass Hindernisse und eine Zurückhaltung bei der Auseinandersetzung mit psychosozialen Risiken weit verbreitet sind, wobei Organisationen oft weder über das nötige Fachwissen noch über die Ressourcen verfügen, um diese Probleme anzugehen. Die Kampagne zielt darauf ab, Organisationen beim Management psychosozialer Risiken in allen Branchen zu unterstützen, indem Daten, faktengestützte Lösungen und praktische Instrumente bereitgestellt werden. Mit diesen Mitteln werden Präventivmaßnahmen unterstützt, die Arbeitsorganisation verbessert und der Dialog zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen gefördert, um unterstützende und inklusive Arbeitsplätze zu schaffen.“

William Cockburn, Exekutivdirektor der EU-OSHA

 

Im Rahmen der Kampagne werden fünf Schwerpunktbereiche ermittelt, die dazu beitragen sollen, sektorspezifische Herausforderungen zu bewältigen und gefährdete Gruppen von Arbeitnehmer:innen besser zu schützen:

  • Bewertung und Management psychosozialer Risiken;
  • Belästigung, sexuelle Belästigung und Gewalt;
  • physische Risiken und psychische Gesundheit;
  • psychosoziale Risiken im Gesundheits- und Sozialwesen;
  • Förderung der psychischen Gesundheit bei der Arbeit.

Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge, erklärte: „Gute Arbeitsplätze schützen sowohl die psychische Gesundheit als auch die körperliche Unversehrtheit. Niemand sollte sein Wohlergehen opfern müssen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die psychische Gesundheit hat im EU-Konzept für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit hohe Priorität und ist von zentraler Bedeutung für unser Engagement für hochwertige Arbeitsplätze. Gemeinsam mit der EU-OSHA werden wir praktische Maßnahmen zur Schadenprävention und zur Schaffung gesünderer Arbeitsplätze fördern und so dazu beitragen, dass Menschen sich entfalten und Unternehmen erfolgreich sein können.“

Um die Wirkung der Kampagne zu maximieren, wird die EU-OSHA eng mit ihren Partnern aus der gesamten EU/dem EWR und darüber hinaus zusammenarbeiten – einschließlich nationaler Focal Points, offizieller Kampagnenpartner:innen und Netzwerke – wie den EEN-Botschafter:innen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und Vertreter:innen der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Gemeinsam werden wir uns bemühen, bei Arbeitgeber:innen, Führungskräften, Beschäftigten und ihren Vertreter:innen eine Kultur der Prävention psychosozialer Risiken zu fördern. Zu den wichtigsten Meilensteinen der Kampagne gehören die Europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und der Wettbewerb für gute Praxislösungen, bei dem erfolgreiche Initiativen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in ganz Europa vorgestellt werden sollen.

Hinweis an die redaktion


Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“, die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) durchgeführt wird, ist Europas größte Initiative zur Förderung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Im Rahmen dieser Kampagnen knüpft die EU-OSHA Kontakte zu Arbeitsstätten aller Größen und Branchen, indem sie mit einem vielfältigen Netzwerk zusammenarbeitet. Hierzu gehören u. a. die nationalen Focal Points, offizielle Kampagnenpartner:innen, Medienpartner:innen, das EEN, die OSHVET-Botschafter:innen, die europäischen Sozialpartner, EU-Institutionen (insbesondere die Ratspräsidentschaften) und andere EU-Agenturen.

Alle drei Jahre legt die EU-OSHA den Schwerpunkt ihrer Kampagne auf einige der dringlichsten Probleme, die Arbeitsplätze betreffen: Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2026–2028: Gemeinsam für psychische Gesundheit bei der Arbeit zeugt von diesem Engagement.

So erhalten sie aktuelle Nachrichten und Informationen zur Kampagne: