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Zehn europäische Unternehmen für innovative Beiträge zur Risikoprävention am Arbeitsplatz ausgezeichnet

News release - 29.04.2013

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat den elften Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen organisiert, an dem mehrere hundert Unternehmen jeder Größenordnung aus 29 Ländern der EU und darüber hinaus teilgenommen haben. In diesem Jahr zeichnete die EU-OSHA die besten Beispiele der Zusammenarbeit von Führungskräften und Beschäftigten bei der Risikoprävention aus.

Die EU-OSHA gab die zehn Preisträger während der europäischen Konferenz „Small business and workplace safety and health: the challenge; the opportunity“ (Kleine Unternehmen und Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: die Herausforderung, die Chance) bekannt, die vom irischen Ratsvorsitz der Europäischen Union in Dublin organisiert wurde und nur einen Tag nach dem Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (28. April) stattfand. Zum ersten Mal verlieh die EU-OSHA die Preise sowohl an Führungskräfte als auch an Beschäftigte, was im Einklang mit dem Thema „Partnerschaft für Prävention“ der laufenden Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ steht.

 

„Die Vorteile guter Strategien für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit werden in Europa auf betrieblicher Ebene immer noch nicht durchgängig anerkannt. Dies gilt vor allem für Kleinstunternehmen sowie für kleine und mittlere Unternehmen“, so Dr. Christa Sedlatschek, Direktorin der EU-OSHA. „Dieser Wettbewerb hat gezeigt, dass sogar ein Unternehmen mit nur sieben Beschäftigten über innovative Präventionslösungen verfügen kann, wie im Fall der spanischen Preisträger“, erklärte sie weiter.

 

"Wir würden gerne zeigen, dass die von den Preisträgern des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen entwickelten Ideen und Konzepte in den verschiedenen Branchen/Industriezweigen und Mitgliedstaaten sowie an Organisationen unterschiedlicher Größe und Art angepasst werden können.", betont László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. "Das Sammeln innovativer und guter praktischer Lösungen in Europa, kann uns bei unseren Bemühungen die künftigen politischen Maßnahmen weiterzuentwicken nur nützen".

 

Von den Preisträgern dieses Wettbewerbs wurde eine hohe Führungsverantwortung und eine aktive Einbeziehung der Beschäftigten in Sicherheits- und Gesundheitsschutzbelange erwartet. Die Organisationen stammen aus einer Vielzahl von Sektoren, z. B. aus dem Gesundheitswesen, dem Einzelhandel und der Landwirtschaft. Die Preisverleihung bot den Preisträgern Gelegenheit, ihre guten praktischen Lösungen auszutauschen, z. B. zur Senkung der Unfallrate bei der Automobilfertigung in der Türkei, zur Förderung des Wohlbefindens der Beschäftigten in einem Technologieunternehmen in Finnland sowie zur Ermittlung und Bekämpfung von Risiken in der Milchindustrie durch irische Beschäftigte.

Während der Veranstaltung wurden zehn weitere Unternehmen von der EU-OSHA lobend erwähnt. Eine neue, heute veröffentlichte Broschüre veranschaulicht die Initiativen für gute praktische Lösungen, die in die Praxis umgesetzt wurden.

Links:

Wettbewerb der EU-OSHA für gute praktische Lösungen 2012-2013
Broschüre mit ausgezeichneten und belobigten Beispielen
Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“
Europäische Präsidentschaft

Ausgezeichnete Unternehmen und Organisationen:

voestalpine Rotec Group (Österreich) für die Festlegung eines länderübergreifenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzstandards; Atlantica Leisure Group Ltd (Zypern) für die Senkung der Unfallrate im Hotelgewerbe; Rigshospitalet (Dänemark) für die Verbesserung der Arbeitsumgebung in einem großen Krankenhaus; Oy SKF Ab, Fabrik Muurame (Finnland) für die Förderung des Wohlbefindens der Beschäftigten in einem Technologieunternehmen; ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg (Deutschland) für die Erarbeitung von Lösungen für Sicherheit und Gesundheitsschutz für Unternehmen in Hamburg; West Offaly Dairy Discussion Group (Irland) für die Reduzierung von Risiken auf Milchviehhöfen;  Wehkamp.nl/Gezond Transport/EVO (Niederlande) für die Erhöhung des Sicherheitsbewusstseins von Gabelstaplerfahrern; SONAE (Portugal) für die Einbeziehung von Beschäftigten und Führungskräften in die Risikoprävention in einem Einzelhandelsunternehmen; PROTÓN ELECTRÓNICA SLU (Spanien) für die Erarbeitung eines Risikopräventionsmodells für kleine Unternehmen; Tofaş Türk Otomobil Fabrikası A.Ş (Türkei) für die Senkung der Unfallrate bei der Automobilfertigung

Belobigte Unternehmen und Organisationen:

MAHLE Filtersysteme Austria GmbH (Österreich) für die Aufforderung an die Beschäftigten zur Meldung von Sicherheitsproblemen; Lujatalo Oy (Finnland) für die Reduzierung der körperlichen Belastung im Baugewerbe;  Armor SA (Frankreich) für die Einbeziehung von Sicherheit und Gesundheitsschutz in die Unternehmensstrategie; Hellenic Petroleum SA (Griechenland) für den Aufbau einer Sicherheitskultur in der Erdölraffination;  Construction Safety Partnership (Irland) für die Verbesserung der Sicherheitsstandards auf Baustellen; GE Healthcare Norway AS (Norwegen) für die Positionierung von Sicherheit und Gesundheitsschutz als vorrangiges Ziel für Beschäftigte und Führungskräfte; CEMEX Polska (Polen) für die Führungsverantwortung zur Vermeidung von Unfällen; U.S. Steel Košice, s.r.o. (Slowakei) für die wirksame Meldung von Sicherheitsproblemen bei einem großen Stahlproduzenten; Ascom d.o.o. (Slowenien) für die Reduzierung von Muskel- und Skeletterkrankungen in der Fertigung;  Step Change in Safety (Vereinigtes Königreich) für die bessere Einbeziehung der Beschäftigten in der Offshore-Öl- und -Gasindustrie
 

Anmerkungen für die Redaktion

1. Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) besteht darin, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver werden. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz und organisiert europaweite Kampagnen zur Sensibilisierung. Die Agentur wurde 1994 von der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien. Sie bringt nicht nur Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, sondern auch führende Sachverständige zusammen - und dies in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

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2. Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2012-2013 unter dem Motto „Partnerschaft für Prävention“ ist dezentralisiert und soll nationale Behörden, Unternehmen, Organisationen, Manager, Arbeitnehmer und ihre Vertreter sowie andere Interessengruppen bei der Zusammenarbeit unterstützen, damit Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit verbessert werden können. Die Kampagne unterstützt vielfältige Aktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene, darunter nationale Partnerschaftstreffen und Seminare. Insbesondere kleine Unternehmen werden zur Teilnahme eingeladen. www.healthy-workplaces.eu

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