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Frühere Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze

Die Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze, die zuvor unter dem Namen „Europäische Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit“ firmierten, werden seit dem Jahr 2000 durchgeführt.

2007 verlängerte sich die Laufzeit jeder Kampagne von einem auf zwei Jahre. Damit wurde der wachsenden Notwendigkeit entsprochen, das Bewusstsein für Sicherheits- und Gesundheitsfragen auf verschiedenen Ebenen durch die Bereitstellung von zugänglichen Daten, Informationen und Instrumenten über einen längeren Zeitraum zu schärfen.

Der Wirkungsbereich der Kampagnen hat sich ausgeweitet durch:

  • ein breiteres und stärkeres Netzwerk von Interessengruppen und Kampagnen- und Medienpartnern, die sich an der Kampagne beteiligen
  • die Herstellung, Verteilung und Online-Verfügbarkeit von mehr Kampagnenmaterial
  • eine größere Medienpräsenz, durch die ein vielfältigeres und internationales Publikum erreicht wird
  • die Entwicklung weiterer Ressourcen und neuer Initiativen

Der Erfolg der Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze, ihre Fähigkeit, Organisationen auf verschiedenen Ebenen zu durchdringen und der positive Kaskadeneffekt von politischen Entscheidungsträgern bis zum Produktionsbereich beruhen größtenteils auf dem entschlossenen Einsatz einer Vielzahl an miteinander vernetzten Partnern, die sämtliche Berufsprofile in verschiedenen Sektoren umfasst.  Diese Vernetzung ist für die Förderung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz in verschiedenen europäischen Sektoren von zentraler Bedeutung.

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2014-2015: Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen

healthy workplaces campaign 2014

Stress ist das am zweithäufigsten genannte arbeitsbedingte Gesundheitsproblem in Europa und wird zusammen mit anderen psychosozialen Risiken als Ursache für mehr als die Hälfte (50-60 %) aller Arbeitsunfähigkeitstage gesehen. Schlechte psychosoziale Arbeitsbedingungen können sich negativ auf die Gesundheit von Arbeitnehmern auswirken.

Psychosoziale Risiken gibt es an jedem Arbeitsplatz, sie lassen sich jedoch auch mit begrenzten Mitteln erfolgreich managen. Diese Kampagne bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern Unterstützung und Hilfestellung beim Management von arbeitsbedingtem Stress und psychosozialen Risiken und empfiehlt zu diesem Zweck die Verwendung praktischer, benutzerfreundlicher Instrumente.

2012-2013: Partnerschaft für Prävention

Gesunde Arbeitsplätze 2012

Der Schwerpunkt der Kampagne der Agentur für 2012-2013 liegt auf der Risikoprävention. Einfacher ausgedrückt: Mit Prävention ist das Management arbeitsbezogener Risiken gemeint, dessen Hauptziel darin besteht, die Anzahl von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu senken.

Letztlich liegt die Verantwortung für das Risikomanagement beim Arbeitgeber und beim leitenden Management. Deren Anstrengungen sind aber zum Scheitern verurteilt, wenn keine aktive Beteiligung der Arbeitnehmer stattfindet.

Aus diesem Grund liegt ein besonderer Schwerpunkt dieser Kampagne auf der Bedeutung der Führung durch das leitende Management und die Verantwortlichen in Kombination mit einer aktiven Beteiligung der Arbeitnehmer.

2010-2011: Sichere Instandhaltung

Instandhaltungstätigkeiten fallen überall an: Sie betreffen alle Arbeitsplätze in sämtlichen Branchen und gehen jeden – ungeachtet der Ebene – etwas an (und nicht nur Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatzbeschreibung das Wort „Instandhaltung“ enthält).

Diese Kampagne hob die Bedeutung der sicheren Instandhaltung als Kernelement einer guten Arbeitspraxis für Sicherheit und Gesundheitsschutz hervor.

Auch wenn sich die konkreten Details von Branche zu Branche unterscheiden (und z. B. von den jeweils eingesetzten Arten von Maschinen abhängen), wurden im Rahmen der Kampagne doch Grundsätze der ordnungsgemäßen Instandhaltung festgestellt, die allen Arbeitsplätzen in Europa gemein sind.

Ziele der Kampagne

  • Sensibilisierung dafür, wie bedeutend die Instandhaltung für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer ist, welche Gefahren mit ihr einhergehen und wie wichtig es ist, Instandhaltungsmaßnahmen sicher durchzuführen,
  • Sensibilisierung der Arbeitgeber für ihre rechtlichen und sonstigen Pflichten, Instandhaltungsarbeiten sicher durchzuführen, sowie für den daraus resultierenden wirtschaftlichen Nutzen,
  • Förderung eines einfachen, strukturierten Ansatzes für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit im Bereich der Instandhaltung, basierend auf einer geeigneten Gefährdungsbeurteilung (die „fünf Grundregeln“).

Letztlich soll die Kampagne natürlich jetzt und künftig zur Reduzierung der Anzahl von Personen beitragen, die aufgrund einer schlecht oder gar nicht ausgeführten Instandhaltung verletzt werden oder gesundheitliche Beeinträchtigungen erleiden.

Weitere Informationen:

2008-2009: Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist der Eckpfeiler für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Das oberste Ziel dieser Kampagne bestand darin, einen ganzheitlichen Ansatz bei der Gefährdungsbeurteilung zu fördern und Organisationen bei der systematischen Umsetzung des Ansatzes und der Reaktion auf die Ergebnisse zu unterstützen.

Mit der Kampagne sollten die Arbeitgeber für ihre gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen sensibilisiert werden. Außerdem sollte die Kampagne zu einem besseren Verständnis der Gefährdungsbeurteilung beitragen, denn die Gefährdungsbeurteilung ist nicht zwangsläufig ein komplizierter, bürokratischer Vorgang oder eine Aufgabe, die Experten vorbehalten ist. Die Kampagne setzte sich für einen einfachen, schrittweisen Ansatz ein, bei dem die Arbeitnehmer konsultiert und beteiligt werden.

Das Online-Instrument für die interaktive Gefährdungsbeurteilung (OiRA) ist aus dieser Kampagne hervorgegangen und kann als die Lösung des 21. Jahrhunderts auf die Herausforderung angesehen werden, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Klein- und Kleinstunternehmen zu verbessern. Das Projekt OiRA hat das Potenzial, viele Tausende kleiner Unternehmen in ganz Europa in die Lage zu versetzen, Gefährdungsbeurteilungen einfach und kostengünstig durchzuführen.

Weitere Informationen:

2007-2008: Die Initiative „Gesunder Arbeitsplatz“

Die Initiative „Gesunder Arbeitsplatz“ bot Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, wie Arbeitsplätze sicherer, gesünder und produktiver gestaltet werden können.

Sie fand in 12 EU-Mitgliedstaaten statt: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Rumänien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern sowie zusätzlich in Kroatien und in der Türkei.

Die Kampagne wandte sich unter dem Motto „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Gut für dich - gut fürs Unternehmen“ gezielt an KMU.

Weitere Informationen: OSHwiki

2007: „Pack’s leichter an!“ (Muskel- und Skeletterkrankungen)

Muskel- und Skeletterkrankungen können Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder und Nerven in ihrer Funktion beeinträchtigen und sind in fast allen Mitgliedstaaten die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten am Arbeitsplatz.

Diese Kampagne zielte darauf ab, ein integriertes Managementkonzept zur Bewältigung dieses Problems zu fördern, das besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Regierung bei der Bekämpfung von Muskel- und Skeletterkrankungen legt.

Der Schwerpunkt lag auf der Frage nach dem Umgang mit der Belastung: Dabei geht es nicht nur um z. B. tatsächlich getragene Lasten, sondern um alle Belastungen des Körpers durch Umweltfaktoren und die Geschwindigkeit, mit der die Aufgabe ausgeführt wird.

Weitere Schwerpunkte der Kampagne waren die Weiterbeschäftigung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Arbeitnehmern, die an Muskel- und Skeletterkrankungen leiden oder gelitten haben.

Weitere Informationen: Muskel- und Skeletterkrankungen

2006: Starte sicher! – Junge Arbeitnehmer

Diese Kampagne war jungen Menschen gewidmet, um ihnen einen sicheren und gesunden Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Junge Menschen sind in Arbeitsumgebungen besonders gefährdet, wo es oft nur unzulängliche Vorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz für sie gibt.

Viele der Unfälle und Gesundheitsprobleme, die junge Arbeitnehmer betreffen, sind jedoch vermeidbar. Junge Menschen stehen Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aufgeschlossen gegenüber und ergreifen Maßnahmen, um sich zu schützen, wenn sie die potenziellen Gefahren kennen.

Bei dieser Kampagne ging es um die Förderung des Risikobewusstseins von jungen Menschen und Arbeitgebern am Arbeitsplatz wie auch in Schulen und Fach(hoch)schulen: Junge Menschen sollten in einem frühen Alter angesprochen werden, um ihre Präventionskultur zu stärken.

Weitere Informationen: Junge Arbeitnehmer

2005: Schluss mit Lärm!

Millionen von Arbeitnehmern in Europa sind mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit potenziell gefährlichen Lärmpegeln ausgesetzt. Und es sind nicht nur Arbeitnehmer im Baugewerbe, in der Fertigungsindustrie oder ähnlichen Bereichen davon betroffen.

Lärm kann in vielen Arbeitsumgebungen Probleme verursachen – von Fertigungsunternehmen bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben, Call-Centern und Konzertsälen.

Bei dieser Kampagne stand unter dem Slogan „Lärm bei der Arbeit – Es steht mehr auf dem Spiel als der Hörverlust“ das Thema Umgang mit Lärm bei der Arbeit im Mittelpunkt.

Weitere Informationen: OSHwiki

2004: Sicher bauen!

Das Baugewerbe ist einer der größten Industriezweige Europas.

Leider hat das Baugewerbe auch die meisten Sicherheits- und Gesundheitsschutzprobleme in Europa, die die Unternehmen und Steuerzahler jedes Jahr Milliarden Euro kosten und unsagbares menschliches Leiden verursachen.

Mit dieser Kampagne sollten alle Interessengruppen in der Industrie dabei unterstützt werden, ein sichereres, gesünderes und produktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Weitere Informationen: OSHwiki

2003: Gefahrstoffe handhaben – aber richtig!

In ganz Europa sind Millionen von Arbeitnehmern an ihren Arbeitsplätzen Gefahrstoffen ausgesetzt. Werden die damit verbundenen Risiken nicht kontrolliert, kann dies zu vielfältigen Gesundheitsschäden beim Menschen führen.

In den europäischen Rechtsvorschriften sind die Pflichten der Arbeitgeber bei der Prävention von Gefährdungen festgelegt und den Arbeitgebern und Arbeitnehmern steht eine große Anzahl an Richtlinien zur Verfügung. Jedoch müssen diese auch entsprechend angewendet werden, wenn die Gesundheit der Arbeitnehmer geschützt werden soll.

Ein zentrales Ziel dieser Kampagne bestand darin, die Gefährdungen ins Bewusstsein zu rufen und zu aktivem Handeln anzuregen, um die mit dem Umgang mit Gefahrstoffen verbundenen gesundheitlichen Risiken zu mindern.

Weitere Informationen: Gefahrstoffe

2002: Stress lass nach!

Arbeitsbedingter Stress führt jedes Jahr zum Verlust von Millionen Arbeitstagen.

Viel zu viele Betroffene leiden in aller Stille und viele Unternehmen sind sich gar nicht bewusst, wie sehr Stress ihre wirtschaftlichen Erfolge beeinträchtigen kann.

Der Schwerpunkt dieser Kampagne lag auf der Prävention und dem Umgang mit Stress am Arbeitsplatz.

Weitere Informationen: Stress

2001: Erfolg ist kein Zufall

Jedes Jahr sterben in der Europäischen Union Tausende von Menschen durch Arbeitsunfälle. Millionen Unfälle verursachen Fehlzeiten von mehr als drei Tagen.

Dieses Problem ist besonders akut in kleinen und mittleren Unternehmen.

Der Schwerpunkt dieser Kampagne lag auf der Unfallverhütung.

Weitere Informationen: Themen

2000: Gemeinsam gegen Muskel- und Skeletterkrankungen

Muskel- und Skeletterkrankungen gehören zu den häufigsten arbeitsbedingten Beschwerden, unter denen Millionen europäische Beschäftigte aus allen Arbeitsbereichen leiden und die die Arbeitgeber Milliarden Euro kosten.

Viele Probleme in diesem Zusammenhang könnten jedoch vermieden oder verringert werden, wenn bestehende Vorschriften im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie Leitlinien über gute praktische Lösungen beachtet würden.

Bei der ersten Kampagne der EU-OSHA lag der Schwerpunkt auf dem wirksamen Umgang mit den Risiken von Muskel- und Skeletterkrankungen.

Weitere Informationen: Muskel- und Skeletterkrankungen

Weitere Informationen: Themen

Europäische SLIC-Kampagnen

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