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Europäische Beobachtungsstelle für Risiken

Die Europäische Beobachtungsstelle für Risiken (European Risk Observatory, ERO) der EU-OSHA hat die Aufgabe, neue und aufkommende Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu erkennen, um die frühzeitige Ergreifung wirksamer Präventionsmaßnahmen zu verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die Beobachtungsstelle einen Überblick über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Europa, beschreibt Tendenzen und zugrunde liegende Faktoren und antizipiert Änderungen der Arbeitswelt und ihre mutmaßlichen Auswirkungen auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Ziele

Unsere Gesellschaft verändert sich aufgrund neuer Technologien und sich wandelnder wirtschaftlicher und sozialer Umstände. Im gleichen Maß sind auch unsere Arbeitsplätze, Arbeitspraktiken und Produktionsprozesse diesem Wandel unterworfen. Diese neuen Arbeitssituationen bergen neue Risiken und bringen neue Herausforderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit sich, die im Gegenzug politische, administrative und technische Ansätze fordern, mit denen ein hohes Niveau von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gewährleistet wird.

Eine wirksame Prävention kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Ziele von Europa 2020 leisten, nämlich zur Schaffung eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wirtschaftswachstums sowie zur Steigerung der Beschäftigungsquote von 69 auf 75 %. Viele Menschen scheiden wegen schlechter Bedingungen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit aus dem Erwerbsleben aus. Deshalb spielt eine bessere Antizipation der Risiken im Hinblick auf die Verbesserung der Risikoprävention und die Verwirklichung eines nachhaltigen Erwerbslebens und höherer Beschäftigungsquoten eine wesentliche Rolle.

In mehreren aufeinander folgenden europäischen Strategien für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit wurde die Notwendigkeit erkannt, sich auf diese neuen Umstände vorzubereiten, und Folgendes betont:

„Die Antizipation neu auftretender Risiken, unabhängig davon, ob sie mit technischen Innovationen in Verbindung stehen oder durch soziale Entwicklungen verursacht werden, ist unumgänglich, wenn sie beherrscht werden sollen.
Voraussetzung ist zunächst, dass die Risiken ständig beobachtet werden, wobei man sich auf eine systematische Datenerfassung und auf wissenschaftliche Gutachten stützen sollte.“ (Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2002-2006)

An die in dieser Strategie enthaltene Aufforderung der EU-OSHA, eine Europäischen Beobachtungsstelle für Risiken (European Risk Observatory, ERO) einzurichten, um diese Aufgaben durchzuführen, schloss sich die nächste Gemeinschaftsstrategie 2007-2012 an, in der die Bedeutung der Antizipation von Risiken betont und die Beobachtungsstelle der Agentur aufgefordert wurde, eine Reihe neuer Initiativen in die Wege zu leiten.

Die aktuelle europäische Strategie, der strategische Rahmen der EU für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2014-2020, knüpft an dieses Thema mit der Forderung an, die Erkenntnisse der Europäischen Beobachtungsstelle für Risiken zu unterstützen.

Wie die Europäische Beobachtungsstelle für Risiken arbeitet

Die Beobachtungsstelle erbringt einen Mehrwert, indem sie Informationen sammelt und analysiert, sie in einen Kontext stellt (insbesondere in Verbindung mit der europäischen Sozialagenda und der Gemeinschaftsstrategie), Tendenzen ermittelt, um „Veränderungen frühzeitig zu erkennen“, und die Kernthemen effizient an ihre Zielgruppen von politischen Entscheidungsträgern und Forschern vermittelt. Zudem bemüht sich die Beobachtungsstelle, bei den Interessengruppen der EU-OSHA Debatten und Überlegungen anzuregen und für Experten und politische Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen eine Diskussionsplattform zu bieten.

Der Informationsbedarf zur Ermittlung neuer und aufkommender Risiken kann aus einer Vielzahl von Quellen stammen, zum Beispiel von Daten der amtlichen Verzeichnisse, Forschungsliteratur, Prognosen der Experten oder Erhebungsdaten. Um alle diese potenziellen Informationsquellen abzudecken, richtet die Beobachtungsstelle ihre Tätigkeit auf drei grundlegende Bereiche aus:


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