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ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG - 12/11/2019 - 14:00

Der Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ fördert bewährte praktische Verfahren für den Umgang mit gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz

Heute begrüßt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) die europäischen Akteure im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Bilbao (Spanien) zum Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ 2019. Nach einer weiteren erfolgreichen zweijährigen Kampagne bietet dieser Gipfel die perfekte Gelegenheit, über die daraus gewonnenen Erkenntnisse nachzudenken und bewährte praktische Verfahren für den Umgang mit gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz auszutauschen.

Bei der Kampagne 2018-2019 wurde ein beispielloses Engagement an den Tag gelegt. Von den Focal Points der EU-OSHA wurden mehr als 350 Aktivitäten in über 30 Ländern mit mehr als 17 000 Teilnehmern organisiert.

Führende Arbeitsschutzexperten und Entscheidungsträger aus ganz Europa schließen sich mit EU-Institutionen und den nationalen Focal Points der EU-OSHA, offiziellen Kampagnenpartnern, Medienpartnern und Sozialpartnern zusammen, um Gedanken über die Ergebnisse und gesammelten Erfahrungen aus der Kampagne 2018-2019 Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben auszutauschen. Dabei teilen sie ihr Wissen und bewährte Verfahren und untersuchen zukünftige Strategien zur wirksamen Prävention und zum nachhaltigen Umgang mit gefährlichen Substanzen.

Viele europäische Arbeitnehmer sind täglich gefährlichen Substanzen ausgesetzt, und der Einsatz gefährlicher Chemikalien nimmt zu. Wie aus unserer jüngsten ESENER-3-Umfrage aus dem Jahr 2019 hervorgeht, wurden von 38 % der europäischen Unternehmen potenziell gefährliche chemische oder biologische Substanzen an ihren Arbeitsplätzen gemeldet.[1] Die EU-OSHA-Kampagne 2018-2019 war bei der Sensibilisierung der Arbeitnehmer für die Gefahren und bei der Förderung einer Kultur der Prävention sehr erfolgreich.

Christa Sedlatschek, Exekutivdirektorin der EU-OSHA, hebt die Entschlossenheit der Agentur bei der Schaffung einer Kultur der Risikoprävention hervor, und berichtet, wie sich dies auf den Erfolg der Kampagne ausgewirkt hat:

„Bei der Kampagne 2018-2019 wurde ein beispielloses Engagement an den Tag gelegt. Von den Focal Points der EU-OSHA wurden mehr als 350 Aktivitäten in über 30 Ländern mit mehr als 17 000 Teilnehmern organisiert. Der Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ bildet den krönenden Abschluss dieser erfolgreichen Kampagne, die durch die Bereitstellung praktischer Tools und Hinweise für unser Zielpublikum und durch unsere fortlaufende Beteiligung am Maßnahmenprogramm ‚Fahrplan zu Karzinogenen‘ weiter geführt wird.“

Parallele Workshops – die veranstaltet werden, um die Diskussion unter den Delegierten anzuregen – konzentrieren sich auf:

  • Präventionsmaßnahmen zur Minimierung der Exposition gegenüber Karzinogenen bei der Arbeit
  • bewährte praktische Verfahren und Maßnahmen
  • einen nachhaltigen Umgang mit gefährlichen Substanzen und Ersatz für gefährliche Substanzen in Produktionsprozessen
  • zukünftige Aspekte einer wirksamen Prävention 

Ein Höhepunkt des Gipfels ist die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen, mit dem die innovativen Beiträge der Unternehmen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und zur Förderung bewährter Lösungen gewürdigt werden. In diesem Jahr werden zehn Organisationen für ihre proaktiven und nachhaltigen Ansätze zum Schutz der Arbeitnehmer vor gefährlichen Substanzen ausgezeichnet und gewürdigt.

In der Grundsatzrede erläutert Greet Schoeters von der Europäischen Umweltagentur, wie wir aus der Vergangenheit lernen können, um daraus Wissen und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Vorgehensweisen zu gewinnen.

Die Abschlusssitzung der Veranstaltung wird sich mit den Vorbereitungen für die Kampagne 2020-2022 zu arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen Healthy Workplaces Lighten the Load befassen. Diese Kampagne, die erstmals in einem Dreijahreszyklus durchgeführt wird, soll für arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen (MSE) sensibilisieren und den Umgang mit diesem weit verbreiteten und äußerst relevanten Problem sowie dessen Prävention fördern.

Der Gipfel wird live im Internet übertragen und alle parallel stattfindenden Sitzungen werden aufgezeichnet und auf der Website der EU-OSHA zur Verfügung gestellt.

Links:

[1] Erste Erkenntnisse – dritte Europäische Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER-3), EU-OSHA, 2019, Veröffentlichung Ende 2019

Anmerkungen für die Redaktion: 
1.

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) trägt dazu bei, die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver zu machen. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheit und organisiert europaweite Sensibilisierungskampagnen. Die 1994 von der Europäischen Union gegründete Agentur mit Sitz in Bilbao (Spanien) bringt Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie führende Sachverständige aus den EU-Mitgliedstaaten und anderen Ländern zusammen.

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http://osha.europa.eu

2.

Die Kampagne 2018-2019 Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhabenklärt über gefährliche Stoffe bei der Arbeit auf und bietet Informationen zur Vermeidung der von ihnen ausgehenden Gefahren. Ein besonderer Schwerpunkt der Kampagne sind Arbeitnehmer mit besonderen Bedürfnissen und Zielgruppen, die besonders gefährdet sind, etwa Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund und junge Menschen. Ebenso wie die früheren Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze wird auch diese Kampagne von den Focal Points der EU-OSHA auf nationaler Ebene koordiniert und von offiziellen Kampagnen- und Medienpartnern unterstützt.

Der Start der Kampagne erfolgte im April 2018. Zu den wichtigsten Daten im Kalender der Kampagne zählen die Europäischen Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (Oktober 2018 und 2019) sowie die Verleihung des Filmpreises „Gesunde Arbeitsplätze“ (November 2018 und 2019). Den Schlusspunkt der Kampagne bildet der Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ (November 2019), auf dem alle Mitwirkenden gemeinsam mit der EU-OSHA die während der Kampagne erzielten Erfolge und gewonnenen Erkenntnisse erörtern.