Die EU-OSHA nutzt die Möglichkeiten des Internets, um Europa für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu begeistern

Die Förderung einer Risikopräventionskultur zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ganz Europa bildet seit 25 Jahren das Herzstück der Strategie der EU-OSHA. Die Agentur hat dieses Ziel erreicht, indem sie das Internet von Anfang an als wirksames Instrument zur Erreichung ihrer Zielgruppen und zur Sensibilisierung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit genutzt hat.

Die EU-OSHA und das Internet: Den Sprung wagen

Im Jahr 1966, als viele öffentliche Einrichtungen noch gar keine Internetpräsenz hatten, erklärte die EU-OSHA in ihrem ersten Jahresbericht ihre Absicht, das Internet als wichtigsten Informationskanal zu nutzen, um einfacheren Zugang zu einer Reihe von Organisationen und Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Der erste Schritt war 1999 eine eigene Website. In den ersten 4 Jahren stieg die Zahl der verzeichneten Seitenaufrufe von 416 000 auf 1,73 Millionen.

Um an diesen Erfolg anzuknüpfen, führte die EU-OSHA 2001 ihren E-Mail-Newsletter „OSHmail“ ein, der kurz gehaltene Informationstexte und Links zu Nachrichten und Veranstaltungen rund um das Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit enthält. Mittlerweile erreicht OSHmail jeden Monat tausende Abonnenten und ist auch über die Website abrufbar.

Die EU-OSHA verfügt heute über eine Reihe von Internetseiten, darunter ihre Unternehmens- und Kampagnenwebsiten mit Web-Highlights, Pressemitteilungen und Links zu Veröffentlichungen, Tools und anderen Online-Ressourcen. Diese Seiten enthalten nicht nur zuverlässige Informationen über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sondern haben dank der mehrsprachigen Inhalte auch die Reichweite der Agentur erheblich ausgeweitet: 2018 wurden über 2,4 Millionen Besuche verzeichnet. Das Engagement der EU-OSHA für Mehrsprachigkeit wurde 2017 gewürdigt, als die Agentur zusammen mit zwei anderen EU-Einrichtungen für ihr innovatives Management der Übersetzung ihrer mehrsprachigen Internetseiten die Auszeichnung des Europäischen Bürgerbeauftragten für gute Verwaltungspraxis erhielt.

Digitale Innovationen

Das Internet hat es der EU-OSHA in den vergangen 25 Jahren ermöglicht, Bewusstsein für das Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu schaffen und eine breite Tool- und Ressourcenpalette zu entwickeln und zu verbreiten. Mit der Einführung des interaktiven Online-Tool zur Gefährdungsbeurteilung (OiRA) 2011 und der Online-Enzyklopädie OSHwiki 2014 ermöglichte die EU-OSHA unmittelbaren Zugang zu einer noch nie dagewesenen Fülle von Informationen, Tools und bewährten Vorgehensweisen zum Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Die Datenvisualisierungs-Tools der EU-OSHA stellen Fakten und Zahlen zu zahlreichen Fragen der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Europa dar, die u. a. den Umgang mit Risiken, Arbeitsbedingungen, die Demografie, Auswirkungen auf die Gesundheit sowie politische Maßnahmen und Strategien betreffen. Mit den nutzerfreundlichen Tools können die wichtigsten Erkenntnisse und Daten angezeigt und nach Land, Sektor und anderen Parametern gefiltert werden.

Mit unseren interaktiven Datenvisualisierungs-Tools können die Akteure aus dem Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Daten zu aktuellen Themen wie Alterung, Arbeitsschutzmanagement und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aspekten darstellen, vergleichen und verbreiten, und unsere Interessenträger können faktengestützte Entscheidungen treffen.

Dr. Christa Sedlatschek, Direktorin der EU-OSHA

Die EU-OSHA in den sozialen Medien

In den vergangen zehn Jahren war die EU-OSHA dank den sozialen Medien in der Lage, Interessenträger von nah und fern in die Diskussionen zum Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit einzubeziehen. Über ihre Präsenz in verschiedenen sozialen Medien – Twitter, Facebook, LinkedIn, YouTube und Slideshare – versorgt die EU-OSHA ihre Partner mit aktuellen Informationen und Ressourcen, die leicht zugänglich sind und weiterverbreitet werden können.

Die EU-OSHA hat die Möglichkeiten der sozialen Medien wie Live-Übertragungen und virtuelle Teilnahme genutzt, um ihre Veranstaltungen und die Beteiligung an den Kampagnen zu fördern. Ihr erster Twitter-Chat im Jahr 2014 war ein bemerkenswerter Erfolg. Der Gipfel 2017 zur Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ war mit so vielen Aktivitäten verbunden, dass #EUOSHASummit während der Veranstaltung ein beliebter Hashtag in Spanien war.

Um den Bedürfnissen der Interessenträger gerecht zu werden, verwendet die EU-OSHA die neuesten Tools, um ihren Erfolg im Internet auszuwerten und Entwicklungen zu beliebten Themen zu beobachten. Mit Erfolg: Im September 2019 zählte die EU-OSHA:

  • 19 600 Twitter-Abonnenten
  • 27 500 Facebook-Abonnenten
  • 22 300 LinkedIn-Abonnenten
  • 6 900 YouTube-Abonnenten und über 2 300 000 Klicks.

 Im Jahr 2019 feiert die @EU_OSHA 25 Jahre wirksame Kommunikation und ihren wegweisenden Ansatz zur Förderung gesunder Arbeitsplätze – #EUhealthyworkplaces.