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Weibliche Beschäftigte

Frauen und Gesundheit bei der Arbeit

Frau mit BabyFrauen machen etwa 45% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Europäischen Union aus.

Die Zugehörigkeit zum weiblichen oder männlichen Geschlecht ist noch immer eine der prägendsten und bedeutsamsten gesellschaftlichen Unterscheidungen.
Das Leben von Frauen und Männern weist in den meisten Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens große Unterschiede auf, die sich unter anderem auch auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit auswirken.

Eine der Zielsetzungen der "Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz" ist das "Mainstreaming", d. h. die Einbeziehung der Geschlechterfrage in die Aktivitäten auf dem Gebiet von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. 

Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um durchgängig sicherzustellen, dass Gleichstellung als Staatsaufgabe (Art. 3 Abs. 2 GG) insbesondere von allen AkteurInnen der öffentlichen Verwaltung verwirklicht wird. Mit Gender Mainstreaming wird im international anerkannten Sprachgebrauch die Optimierung des Verwaltungshandelns im Hinblick auf die systematische Beachtung der Lebenswirklichkeiten von Männern und von Frauen bei der Planung, Durchführung und Bewertung des eigenen Handelns bezeichnet. Wesentlich ist also die geschlechterdifferenzierte Folgenabschätzung. 

Gender Mainstreaming beschreibt eine Methode, Politik geschlechtergerecht auszugestalten, kann und soll Frauen- und Gleichstellungspolitik aber nicht ersetzen sondern nur ergänzen.

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Die Europäische Union spricht bei Gender Mainstreaming von der "Einbindung der Chancengleichheit" in alle Maßnahmen. Auf EU-Ebene wurde der Gender-Mainstreaming-Ansatz zum ersten Mal im Amsterdamer Vertrag, der am 1. Mai 1999 in Kraft trat, rechtlich verbindlich festgeschrieben. [i]

Auf den folgenden Seiten  haben wir für Sie verschiedene Quellen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Gender Mainstreaming zusammengestellt.


[i]  Quelle/Urheber: BMFSFJ

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