Gefahrstoffdatenbank der Länder (GDL)
Anbieter: Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI)
Die GDL ist ein Gefahrstoffinformationssystem, das in der Fachgruppe GDL des LASI von den Bundesländern in Kooperation mit dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin arbeitsteilig aufgebaut und gepflegt wird. Die GDL enthält Informationen für den sicheren Umgang mit chemischen Stoffen am Arbeitsplatz, wie z.B. zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften der Stoffe, zu ihren Wirkungen auf den Menschen, zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen und zu allen gesetzlichen und sonstigen Regelungen, und soll insbesondere Nutzer aus dem Kreis der Arbeitsschutz-, Umweltschutz- und Gesundheitsschutzbehörden in ihrer Vollzugstätigkeit unterstützen.
Zur Gefahrstoffdatenbank der Länder
Störfalldatenbank der ZEMA
Anbieter: Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen in verfahrenstechnischen Anlagen (ZEMA)
In der ZEMA werden alle nach der Störfall-Verordnung (12. BImSchV) meldepflichtigen Ereignisse erfasst, ausgewertet und in Jahresberichten veröffentlicht. Die meldepflichtigen Ereignisse werden entsprechend ihrem Gefahrenpotential in Störfälle und in Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs unterteilt. Die systematische Erfassung und Auswertung der Ereignisse soll Erkenntnisse liefern, die als wichtige Grundlage einer Weiterentwicklung des Standes der Sicherheitstechnik dienen.
Zur Störfalldatenbank der ZEMA
Datenblätter der Störfallkommission (SFK) zu nicht meldepflichtigen Einzelereignissen, die als "sicherheitstechnisch bedeutsam" eingestuft wurden
Anbieter: Ausschuss Ereignisauswertung (AS-ER) der Kommission für Anlagensicherheit (KAS)
Die Kommission für Anlagensicherheit (KAS) hat einen Ausschuss Ereignisauswertung (AS-ER) eingerichtet und ihn mit der Auswertung von nach StörfallV nicht meldepflichtigen Ereignissen mit Gefahrstoffen nach der StörfallV beauftragt. Der vorrangige Zweck der Arbeiten ist die Sammlung, Auswertung und Verbreitung aller Informationen aus Störfällen und sonstigen Ereignissen zur Weiterentwicklung des Standes der Sicherheitstechnik. Dabei sollen auch Erkenntnisse aus der europäischen und internationalen Kooperation (ZEMA) genutzt werden. Ziel ist die Ableitung von Lehren aus Ereignissen und deren systematische Verbreitung.
Zur Datenbank der Störfallkommission zu nicht meldepflichtigen Einzelereignissen
GESTIS-Stoffdatenbank
Anbieter: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Die GESTIS-Stoffdatenbank enthält Informationen für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und anderen chemischen Stoffen am Arbeitsplatz, wie z.B. die Wirkungen der Stoffe auf den Menschen, die erforderlichen Schutzmaßnahmen und die Maßnahmen im Gefahrenfall (inkl. Erste Hilfe). Darüber hinaus wird der Nutzer über wichtige physikalisch-chemische Daten der Stoffe sowie über spezielle gesetzliche und berufsgenossenschaftliche Regelungen zu den einzelnen Stoffen informiert. Es sind Informationen zu etwa 8000 Stoffen enthalten. Die Pflege der Daten erfolgt zeitnah nach Veröffentlichung im Vorschriften- und Regelwerk oder nach Vorliegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Zur GESTIS-Stoffdatenbank
Expositionsdatenbank MEGA
Anbieter: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Die IFA-Expositionsdatenbank "Messdaten zur Exposition gegenüber Gefahrstoffen am Arbeitsplatz" - MEGA beinhaltet die bei Luftmessungen und bei Materialproben ermittelten Daten
- zum betrieblichen Arbeitsbereich
- zu den Arbeits- und Produktionsverfahren
- zu den Einsatzstoffen
- zu den Schutzmaßnahmen
- zur Expositionssituation
- zu den Bedingungen der Probenahme und der Analytik.
Die Datenbank wird für Gefahrstoffe seit 1972 geführt. Durch Nacherfassung archivierter Daten liegen in einigen Bereichen Messwerte seit 1961 vor. Seit 1998 werden auch Daten zu biologischen Arbeitsstoffen dokumentiert.
Zur Expositionsdatenbank MEGA
Informationssystem über sicherheitstechnisch mangelhafte Geräte und Produkte (IGP)
Anbieter: Landesamt für Arbeitsschutz (LAS) Potsdam
Für das IGP wurden bis einschließlich Juni 2003 alle relevanten Meldungen über sicherheitstechnisch mangelhafte Geräte und (technische) Produkte ausgewertet. Die Informationen werden weiterhin in einer Datenbank vorgehalten. Passwortgeschützt unterstützt das IGP die für den Vollzug des Gerätesicherheitsgesetzes bzw. Produktsicherheitsgesetzes zuständigen Behörden. Für den Vollzug wurden notwendige Rechtszusammenhänge ergänzt.
Zum Informationssystem über sicherheitstechnisch mangelhafte Geräte und Produkte (IGP)
Europäisches Marktüberwachungssystem ICSMS
Anbieter: Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
ICSMS schafft die Grundlage für eine effektive und effiziente Zusammenarbeit der Marktaufsichtsbehörden in Europa. Als die umfangreichste Datenbank ihrer Art in Europa stellt ICSMS detaillierte Informationen über technische Produkte bereit. Internetgestützt ermöglicht es einen umfassenden Informationsaustausch zwischen allen Marktüberwachungsbehörden. Schnell und grenzüberschreitend. Erstmals werden bei unsicheren Produkten gleichzeitig, aktuell und flächendeckend Markteingriffe möglich. Doppel- und Mehrfachuntersuchungen können vermieden werden. ICSMS ermöglicht erstmals einen einheitlichen behördlichen Vollzug. Durch die Vernetzung aller europäischen Marktaufsichtsbehörden erfolgt der Informationsaustausch schnell, aktuell und praxisgerecht durch die dezentrale Eingabe in eine Datenbank.
Zum Marktüberwachungssystem ICSMS
KarLA - Katalog repräsentativer Lärm- und Vibrationsdaten am Arbeitsplatz
Anbieter: Landesamt für Arbeitsschutz (LAS) Potsdam
KarLA ist die Abkürzung für Katalog repräsentativer Lärm- und Vibrationsdaten am Arbeitsplatz und ist im Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Potsdam mit Unterstützung von EU-Mitteln entwickelt worden. Neben der Datenbank umfasst KarLA auch ein themenbezogenes Diskussionsboard. Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und die Erfüllung des Minimierungsgebots nach der Maschinenverordnung bei der Beschaffung neuer Arbeitsmittel und Maschinen benötigen die Unternehmen aktuelle Belastungs- und Vergleichsdaten. Die in KarLA verzeichneten Immissionswerte sind für die Gefährdungsbeurteilung geeignet, nicht aber die Emissionsangaben. Die Emissionsdaten stammen aus Messungen unter Prüfbedingungen, die nicht in jedem Fall den Einsatzbedingungen entsprechen. Sie können dem Vergleich von Maschinen im Vorfeld von Beschaffungen zur Suche nach den Maschinen mit der geeigneten Belastung bzw. Gefährdung dienen. KarLA enthält Belastungsangaben zu aktuellen und auch zu nicht mehr existierenden Arbeitsplätzen. Diese Angaben können bei der retrospektiven Betrachtung von beruflichen Tätigkeiten hilfreich sein. Wenn auch Sie über Messwerte verfügen, können Sie diese mit KarLA allen Internetnutzern zur Verfügung stellen. Sie können sich für die Benutzung der Datenimportfunktion registrieren lassen und dann selbst Daten in die Datenbank einfügen.
Zur KarLA-Datenbank
Recherche-Tool NoRA (Normen-Recherche Arbeitsschutz)
Anbieter: Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN)
NoRA ist ein kostenloses Recherche-Tool zur Suche nach arbeitsschutzrelevanten Normen, welches von der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) zusammen mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN) erarbeitet wurde. Es ermöglicht Recherchen in einer Datenbank von Normen mit arbeitsschutzrelevanten Inhalten. Zusätzliche arbeitsschutzrelevante Suchbegriffe erlauben eine gezielte Suche nach Arbeitsschutz-Aspekten in Normen. Die Datenbank wird monatlich aktualisiert und erweitert. Die Recherche ist in maximal acht verschiedenen Suchfeldern möglich (u.a. Dokumentennummer, Ausgabedatum, Titelwörter, Kurzreferat, Anwendungsfelder und Gefährdungen). Ein kostenpflichtiger Download der Normenvolltexte ist durch direkte Verlinkung mit der Internetseite des Beuth-Verlages möglich.
Zum Recherche-Tool NoRA
Go up