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Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

EASG-Netzwerk
Sie sind hier: Startseite Europäische Beobachtungsstelle für Risiken Enterprise survey Über die Erhebung

Über die Erhebung

:: Europäische Unternehmenserhebung über neu aufkommende Risiken (ESENER)
:: Unterstützung für politische Entscheidungsträger

:: Daten für die wissenschaftliche Auswertung

:: Unterstützung für Maßnahmen am Arbeitsplatz

:: Unterstützung für weitere Aktivitäten der Agentur

:: Projektteam

Europäische Unternehmenserhebung über neu aufkommende Risiken (European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks, ESENER)

Bei der europaweiten Erhebung der EU-OSHA werden Manager sowie Arbeitnehmervertreter für Sicherheit und Gesundheitsschutz dazu befragt, wie mit Gesundheits- und Sicherheitsrisiken in ihrer Arbeitsstätte umgegangen wird. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den neueren „psychosozialen Risiken“, z. B. arbeitsbedingter Stress, Gewalt oder Mobbing/Belästigung. Die Erhebung zielt darauf ab, an Arbeitsstätten innerhalb der EU effektivere Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsschutz und Sicherheit umzusetzen sowie Gesundheit und Wohlbefinden von Arbeitnehmern zu fördern. Hierzu gibt sie politischen Entscheidungsträgern Informationen zum länderübergreifenden Vergleich an die Hand, die Grundlage für die Gestaltung und Einführung neuer Bestimmungen sind.

Die Erhebung umfasst etwa 36 000 Befragungen in 31 Ländern und wird auf europäischer Ebene von Regierungen und Sozialpartnern unterstützt. Für die EU-OSHA stellt dieses Projekt eine der bislang wichtigsten Initiativen dar. Die Erhebung wird wertvolle Informationen liefern, die über mehrere Jahre hinweg genutzt werden können.

Unterstützung für politische Entscheidungsträger

Mit der Rahmenrichtlinie 89/391/EWG und den mit ihr verbundenen Einzelrichtlinien bildet die Gesetzgebung der Europäischen Union die Grundlage dafür, dass europäische Arbeitnehmer ein hohes Maß an Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz genießen. Die Umsetzung der Bestimmungen dieser Richtlinien ist von Land zu Land unterschiedlich, und ihre praktische Anwendung variiert je nach Sektor, Art des Arbeitsverhältnisses und Unternehmensgröße. Die zunehmend an Bedeutung erlangenden „aufkommenden“ Risiken wie Stress, Gewalt und Mobbing/Belästigung fallen eindeutig in den bestehenden Rechtsrahmen, stellen politische Entscheidungsträger aber dennoch vor die Heraufforderung, effektive Gegenmaßnahmen entwickeln zu müssen.

Durch direkte Befragung von Managern und Arbeitnehmern zu Sicherheit und Gesundheitsschutz an ihrem Arbeitsplatz ermittelt ESENER wichtige Erfolgsfaktoren sowie Hindernisse, die einer wirksamen Prävention im Wege stehen. Mit der Erhebung wird untersucht, was Unternehmen in der Praxis tun, um für Sicherheit und Gesundheitsschutz zu sorgen, welche Gründe sie zum Handeln veranlassen, aber auch welche Gründe sie davon abhalten sowie welche Form von Unterstützung sie benötigen. Neben dem allgemeinen Arbeitsschutzmanagement geht es auch um Konzepte, die Unternehmen beim Management psychosozialer Risiken verfolgen.

Aufkommende Risiken wie arbeitsbedingter Stress, Gewalt und Mobbing/Belästigung stellen Unternehmen vor große Herausforderungen und erfordern entsprechende Antworten seitens der politischen Entscheidungsträger. Die Ergebnisse der Erhebung werden dazu beitragen, dass vorbeugende Maßnahmen umfassend, zielgerichtet und problemorientiert gestaltet werden können und damit an Effektivität gewinnen.

Ein weiterer Aspekt des Arbeitsschutzmanagements, der von ESENER erfasst wird, ist die Beteiligung der Arbeitnehmer. Eine separate Befragung von Arbeitnehmervertretern für Sicherheit und Gesundheitsschutz liefert einen wertvollen Einblick in Art und Umfang der Beteiligung von Arbeitnehmern am Arbeitsschutzmanagement und unterstreicht die Bedeutung der Beteiligung der Arbeitnehmer als entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Umsetzung vorbeugender Maßnahmen am Arbeitsplatz.

Daten für die wissenschaftliche Auswertung

Obwohl die Erhebung in verschiedenen Bereichen eindeutige, unmittelbar verständliche Ergebnisse erbringen wird, ergibt sich ein Großteil der für politische Entscheidungsträger relevanten Informationen erst durch detaillierte Analysen. Bei etwa 53 „inhaltlichen“ Fragen an das Management und weiteren 34 Fragen an die Arbeitnehmervertreter für Sicherheit und Gesundheitsschutz kommt Wissenschaftlern bei der Auswertung der von ESENER erhobenen Daten eine Schlüsselrolle zu.

Die Erhebung versorgt die Wissenschaftler mit Vergleichsdaten, die bessere Analysen in Bezug auf verschiedene Teilbereiche, z. B. Präventionskonzepte, Meinungen/Einstellungen zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz oder Beteiligung von Arbeitnehmern in EU-Ländern, anhand verschiedener Variablen wie Sektor oder Unternehmensgröße ermöglichen. Die Daten aus den 36 000 ESENER-Interviews stehen Wissenschaftlern kostenfrei zur Verfügung (siehe Abschnitt „Weitere Informationen“).

Informationen zu den Ergebnissen der vertieften Analysen der ESENER-Daten sind unter Publikationen verfügbar.

Methodik und Spezifikationen von ESENER stehen im Einklang mit Erhebungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound), wodurch sich die Möglichkeit der Zusammenführung der Daten bietet.

Unterstützung für Maßnahmen am Arbeitsplatz

Obwohl sich ESENER hauptsächlich auf dem Wege besserer politischer Entscheidungen auf die Verbesserung der Bedingungen am Arbeitsplatz auswirken sollte, können Unternehmen die Fragen der Erhebung auf Arbeitsplatzebene direkt dazu nutzen, Benchmarks aufzustellen und ihre eigenen Maßnahmen beim Arbeitsschutzmanagement mit denen ihres Landes, ihres Sektors oder anderer Unternehmen gleicher Größe zu vergleichen.

Unterstützung für weitere Aktivitäten der Agentur

Die EU-OSHA ist auf europäischer Ebene die wichtigste Informationsquelle zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Die Agentur wird die ESENER-Ergebnisse dazu nutzen, ihre Kampagnen noch effektiver auf die Bedürfnisse von Unternehmen abzustimmen. Insbesondere die europäische Kampagne 2008-2009 profitierte von aktuellen Daten zur Praxis der Gefährdungsbeurteilung in Unternehmen. Entscheidend war auch, dass der Förderungsbedarf sowie die Hauptprobleme in diesem Bereich identifiziert wurden.

Projektteam

Beratungsgruppe

Laurent VOGEL
Rebekah SMITH
André PELEGRIN
Renars LUSIS
F. Jesús ALVAREZ
Bart DE NORRE
Greet VERMEYLEN
David FODEN

Expertengruppe

Lilia BRATOEVA
ISAP
Tom COX
Patrizia DEITINGER
Michael ERTEL
Amanda GRIFFITHS
Irene HOUTMAN
Sergio IAVICOLI
Stavroula LEKA                    
Kari LINDSTROM
Krista PAHKIN
Eberhard PECH
Elpidoforos SOTERIADES
CIBS
Ivars VANADZINS
Seth VAN DEN BOSSCHE
Dorota ZOLNIERCZYK-ZREDA

Vertragspartner

Arnold RIEDMANN
Harald BIELENSKI
Simon HUBER

Agentur

Eusebio RIAL GONZALEZ
EU-OSHA
William COCKBURN
EU-OSHA
Xabier IRASTORZA
EU-OSHA