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Warum Gefährdungsbeurteilung?

Risk assessment is one of the main pillars of the framework and other directives on occupational safety and health (OSH). Risk assessment is the start of the risk management approach. A first step towards systematic OSH management.

Alle dreieinhalb Minuten kommt in der EU jemand aus arbeitsbedingten Gründen zu Tode. Das sind nahezu 167 000 Tote pro Jahr aufgrund arbeitsbedingter Unfälle (7 500) oder berufsbedingter Krankheiten (159 500).

Alle viereinhalb Sekunden erleidet ein Arbeitnehmer in der EU einen Unfall, der ihn zwingt, mindestens drei Arbeitstage lang zu Hause zu bleiben. Die Zahl der Arbeitsunfälle, die zu drei oder mehr Tagen Abwesenheit vom Arbeitsplatz führen, ist mit über 7 Millionen pro Jahr extrem hoch.

Dies alles verursacht enorme Kosten:
  • Humankosten für die Arbeitnehmer und ihre Familien (hinter allen Zahlen verbergen sich Menschen aus Fleisch und Blut)
  • Wirtschaftliche Kosten für die Organisationen/Unternehmen (krankheitsbedingte Fehlzeiten, Versicherungskosten, Produktivität, Fluktuation der Beschäftigten, Motivation, Wettbewerbsfähigkeit usw.)
  • Kosten für die Gesellschaft (steigende Belastung der Gesundheitssysteme)

Gefährdungsbeurteilung ist eine der Hauptsäulen der Rahmenrichtlinie und anderer Richtlinien zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Investitionen in die Sensibilisierung und die Übermittlung von Ressourcen, Informationen und guten praktischen Lösungen zahlen sich eindeutig aus.

Ein auf der Gefährdungsbeurteilung basierender Präventionsansatz ist die Grundlage des europäischen Ansatzes im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Dafür gibt es gute Gründe. Wenn das Gefährdungsbeurteilungsverfahren - der Beginn des Risikomanagementansatzes - nicht gut oder überhaupt nicht durchgeführt wird, werden wahrscheinlich auch keine ausreichenden Präventionsmaßnahmen ergriffen.

Zu oft beurteilen die Organisationen die Gefährdungen an ihren Arbeitsplätzen nicht angemessen. Gefährdungsbeurteilung kann – insbesondere für Mikrounternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen – eine große Herausforderung darstellen, das muss aber nicht so sein.

Gefährdungsbeurteilung gehört zu einem guten Managementansatz. Neben der EU-Gesetzgebung, einschließlich unter anderem der Rahmenrichtlinie, existieren einige Leitlinien, Informationen und Ressourcen für gute praktische Lösungen.

Es wird ein integrierter Gefährdungsbeurteilungsansatz benötigt, der die verschiedenen Schritte der Gefährdungsbeurteilung, die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner Arbeitgeber und die sich verändernde Arbeitswelt berücksichtigt.

Die Agentur wird sich auf die Vermittlung der allgemeinen Grundsätze integrierter Gefährdungsbeurteilung, ihrer Bedeutung für eine effektive Prävention sowie darauf, dass die Gefährdungsbeurteilung sowohl notwendig als auch durchführbar ist, konzentrieren.

Am Beginn des Risikomanagementansatzes steht die Gefährdungsbeurteilung.
Sie ist ein erster Schritt zu systematischem Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:


Warum ist es ein EU-Thema?

Die Notwendigkeit der Verbesserung der Gefährdungsbeurteilung wurde in der Mitteilung der Kommission über die praktische Durchführung der Bestimmungen der Rahmenrichtlinie und ihrer ersten fünf Einzelrichtlinien (KOM (2004) 62 endgültig) aufgeführt.

Im Rahmen der Überprüfung wurde Folgendes festgestellt:

  • Es gibt allgemein kein ausreichendes Bewusstsein für die Erfordernisse und für die Art und Weise der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung.
  • Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation und Überwachung sind nicht allgemein verbreitet.
  • Gefährdungsbeurteilung wird oft als einmalige Maßnahme betrachtet und nicht zur Regel gemacht.
  • Risiken werden nicht in ihrer Gesamtheit analysiert und beurteilt. Dies führt dazu, dass zwar Einzelmaßnahmen durchgeführt werden, aber ein integrierter Ansatz zur Analyse der Bedingungen am Arbeitsplatz fehlt.
  • Bei der Durchführung oberflächlicher Gefährdungsbeurteilungen liegt der Schwerpunkt auf offensichtlichen und unmittelbaren Risiken; Langzeitwirkungen, wie sie z. B. durch chemische Stoffe verursacht werden, werden vernachlässigt.
  • Psychosoziale Risiken und Faktoren der Arbeitsorganisation werden bei der Gefährdungsbeurteilung nur selten berücksichtigt.
  • Die Effizienz der ergriffenen Maßnahmen wird von den Arbeitgebern nicht ausreichend überwacht.

Seit der Ansatz zur Gefährdungsbeurteilung erstmals in die EU-Richtlinien aufgenommen wurde, gibt es eine klare Vereinbarung, dass er zu einem integrierten Managementansatz gehören sollte, für den die Kampagne werben wird.

Our partners
Medicover

"At Medicover we believe in keeping our staff and members healthy which is why we focus on the prevention and early detection of illness. This is why we believe in the EU-OSHA campaign as a way on leverage on the work already done by our organisation."

Fredrik Rågmark CEO, Medicover Group