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Healthy Workplaces Film Award 2009

Die EU-OSHA verleiht Preis für besten Dokumentarfilm über arbeitsbezogene Themen im Rahmen von DOK Leipzig

 

    

EU-OSHA unterstützt erstmals den Healthy Workplaces Film Award für den besten Dokumentarfilm über arbeitsbezogene Themen.

Der Filmpreis ist mit 8 000 EUR dotiert und wurde im Rahmen des 52. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) verliehen.

 

Die Nominierungen

Die Jury

Filmkriterien

 

Der Preisträger


Hier können Sie die Themen im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit durchblättern und alle Produkte und Informationen der EU-OSHA einsehen. Unter jeder Rubrik bieten wir Ihnen einen schnellen und einfachen Zugriff auf all die Informationen, die wir zu dem entsprechenden Themenkreis entwickelt bzw. gesammelt haben. Die Inhalte dieser Rubriken werden laufend aktualisiert und neue Themen werden hinzugefügt. Abonnieren Sie unseren Mail-Service und Sie werden keines der neuen Themen verpassen! Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo die Rosen in unseren Blumenläden herkommen? Von riesigen Anbauflächen in Kenia. Erschreckende Bilder illustrieren den Preis der Globalisierung.

Der Film „A Blooming Business“ zeigt die Bedingungen, unter denen Globalisierung funktioniert. In Kenia ist der Anbau und Export von Blumen nach Europa eine Quelle für ausländische Devisen. Aber auf wessen Kosten?

Jane erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die von früh bis spät arbeitet und mit ihrem Vorgesetzten schlafen muss, weil sie sonst ihren Job verliert. Agnes wurde entlassen nachdem Pflanzenschutzmittel ihr das Gesicht zerfressen haben. Oskar wurde gefeuert, weil er den Mund aufmachte und seine Meinung sagte. Er arbeitet nun als Wasserverkäufer und verkauft verseuchtes Wasser aus einem See, in den die Blumenfarmen ihr ungefiltertes Abwasser einleiten. Jede einzelne Rose verbraucht am Tag 1,5 Liter Wasser: Wasser aus dem See, dessen Spiegel daher immer weiter sinkt. Und mit ihm die Fischpopulation. Ein Zyniker ist jemand, der an ein Begräbnis denkt, wenn er Blumen sieht. Umso mehr noch, nachdem er diesen Film gesehen hat.


Die Nominierungen

 

  • A Blooming Business von Ton van Zantvoort | Niederlande 2009 | 52 Min.

Riesige Farmen in Kenia – von hier kommen die billigen Rosen, die wir in unseren Blumenläden kaufen. Erschreckende Bilder illustrieren den verheerenden Preis der Globalisierung und unseres Geizes.

  • Bloody Mondays & Strawberry Pies von Coco Schrijber | Niederlande 2008 | 87 Min.

Eine filmische Meditation über Zeit und Leben, Langeweile, Arbeit, Stress und vollendete Ruhe. Eine hypnotische innere Reise.

  • In Search of the Riyal von Kesang Tseten Lama | Nepal 2009 | 89.30 Min.

Nepalesische Wanderarbeitnehmer im Nahen Osten: moderne Sklaven, die bis aufs Äußerste ausgebeutet werden. Ein schockierender Bericht über ein aggressiv-kapitalistisches Asien jenseits aller romantischen Klischees.

  • Nuclear NTR, Nothing to Report (RAS Nucléaire, Rien à signaler) von Alain De Halleux | Belgien/Frankreich 2009 | 58 Min.

Privatisierung der Energieerzeugung, Auslagerung von Arbeitsplätzen in Atomkraftwerken, Mitarbeiter unter einem „Management der Angst“ und die Auswirkungen auf unsere Sicherheit. Erschreckend.

  • On the Border of Desperation (Förtvivlans Gräns) von Nima Sarvestani | Schweden 2008 | 58 Min.

Benzinschmuggler zwischen Iran und Irak, übelste Plackerei und ein Leben am Rande der menschlichen Existenz. Das Leben im Iran abseits spektakulärer Schlagzeilen.

  • PianoMania – In Search of the Perfect Sound (PianoMania - Auf der Suche nach dem perfekten Klang) von Lilian Franck und Robert Cibis | Österreich/Deutschland 2009 | 93 Min.

Lang Lang, Pierre-Laurent Aimard und Alfred Brendel können ohne ihn nicht arbeiten. Das Porträt eines Klavierstimmers, der ein Meister seines Fachs ist. Musik, Handwerk und Film in Präzision.

  • The House (La Casa) von Tayo Cortés | Kolumbien/Spanien 2009 | 70 Min.

Sisyphos in Bogotá: Die Familie eines Müllmanns, gefangen in einem Teufelskreis aus Armut, Elend und einem unheilvollen Dreiecksverhältnis. Eine Erzählung so kraftvoll wie eine griechische Tragödie.

  • Shanghai Fiction von Julia Albrecht und Busso von Müller | Deutschland 2009 | 133 Min.

Ein Wanderarbeitnehmer, eine Geschäftsfrau, ein Universitätsprofessor und ein deutscher Architekt im chinesischen Babylon des 21. Jahrhunderts. Ein filmischer Gewaltmarsch durch den modernen städtischen Wahnsinn.

  • The Hectic Life of a Dismissed Worker (La tumultueuse vie d'un déflaté) von Camille Plagnet | Frankreich 2009 | 59 Min.

Der „Große Z“, früherer Maschinist der staatlichen Eisenbahn von Burkina Faso, verliert seinen Arbeitsplatz, seine Freunde, seine Frau, eigentlich alles. Eine Tragikomödie so rastlos, melancholisch und brillant wie dieser Poet der Überflüssigen.

  • Sanya and Sparrow (Sanja i Worobei) von Andrei Grjasew | Russland 2009 | 61 Min.

Zwei verlorene Seelen in einem russischen Steinbruch. Endlose Dialoge im Niemandsland, Freundschaft am Rande der Existenz – und ein unerwartetes Happy End.

 

Die Jury

 

Ruth Diskin ist Geschäftsführerin von Ruth Diskin Films Ltd., einem internationalen Marketing- und Vertriebsunternehmen mit Sitz in Jerusalem. Ihren Abschluss in internationalen Beziehungen und englischer Literatur machte sie an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Sie hat in der ganzen Welt zahlreiche Filmveranstaltungen mit Schwerpunkt auf dem israelischen Film organisiert. Außerdem fungierte Ruth Diskin als Jurorin bei mehreren internationalen Filmfestspielen, darunter das Hamptons Film Festival, das Internationale Dokumentarfilmfestival München und das Montpellier Mediterranean Film Festival.

Ulle Schröder studierte Romanistik und Politik und verfügt über einen Abschluss als Gymnasiallehrerin. Sie arbeitete zwölf Jahre lang beim deutschen Regionalsender NDR, wo sie eine Dokumentationsreihe über die Geschichte der deutschen Frauenbewegung produzierte.
Anschließend wechselte sie zum europäischen Kultursender ARTE in Straßburg, wo sie für Dokumentations-, Kunst- und Kulturfilme zuständig war. Ulle Schröder ist ausgebildete Regisseurin und Produzentin für Dokumentarfilme. Seit dem Jahr 1995 ist sie stellvertretende Leiterin der Redaktion Dokumentarfilm bei ARTE.

Vincent Aubert-Jaquin ist Berater im Bereich soziale Kommunikation und verfügt über einen Abschluss in Psychologie und Erziehungswissenschaft.
Er war Leiter der Film- und Multimedia-Abteilung von INRS, dem französischen Institut für die Prävention berufsbedingter Risiken. Vincent Aubert-Jaquin ist Gründungsmitglied des europäischen Konsortiums für die Produktion von Filmen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (European Consortium for Health and Safety at Work). Seit dem Jahr 1996 ist er Juror des International Film Festival for Health and Safety at Work (internationales Filmfestival für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit).

 

Filmkriterien

 

Der Filmpreis wird für Dokumentarfilme verliehen, die sich dem Menschen in einer sich ändernden Arbeitswelt widmen. Die Filme sollten sich um arbeitsbezogene Themen drehen, darunter körperliche und psychosoziale Bedingungen, Risiken bei der Arbeit, Rechte der Arbeitnehmer, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte und die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels für unsere Arbeit und unser Leben. Ein weiterer Schwerpunkt sollte auf Gruppen gelegt werden, die besonders gefährdet sind, beispielsweise Wanderarbeitnehmer, Frauen, junge und ältere Arbeitnehmer.

Der Healthy Workplaces Film Award wird für kreative und künstlerisch wertvolle Dokumentarfilme mit Drehbuch verliehen, die eine spezifische Sichtweise darstellen und die Jury durch eine fesselnde Geschichte, starke Figuren und herausragendes filmisches Talent hinsichtlich Kameraführung, Ton und Bildschnitt überzeugen.

DOK Leipzig steht für Filme über den Frieden und die Würde der Menschheit. Die Filme, die in den Dokumentarfilmwettbewerben gezeigt werden, dürfen zuvor nicht öffentlich in Deutschland gezeigt worden sein. Welt-, internationale oder europäische Premieren werden bevorzugt.

 

Our partners
Hamilton Sundstrand Corporation

"Job hazard analysis is a key process of the Hamilton Sundstrand environmental, health & safety culture. By joining the Healthy Workplaces European campaign Hamilton Sundstrand aims to sustain its commitment in reducing the risk in every process, operation and service and align its risk assessment tools with the European recommendations for its European operations."

Lisa Szewczul, Vice President, Environment Health & Safety